08/02/2025, 12:56
Die Bedeutung der Petition ist weiterhin hoch.
Neues Zeichnungsende: 31.12.2025
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 2.182
08/02/2025, 12:56
Die Bedeutung der Petition ist weiterhin hoch.
Neues Zeichnungsende: 31.12.2025
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 2.182
07/11/2025, 08:09
Am 6. Juni endete die Frist zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung im Rahmen der Bauleitplanung für das geplante Bayer 04 Leistungszentrum in Monheim. Die Zahl der eingegangenen Einwendungen ist hoch – viele Bürgerinnen und Bürger haben sich mit fundierter Kritik eingebracht. Dafür danken wir sehr herzlich. Inhaltlich wurde ein breites Spektrum an relevanten Themen angesprochen: Schutz des regionalen Grünzugs, mangelhafte Alternativenprüfung, Hochwasserrisiken, Eingriffe in Natur- und Artenschutz, klimatische Auswirkungen und eine drohende Verkehrszunahme.
Trotz dieser Einwände verfolgt die Stadt Monheim die Bauleitplanung unbeirrt weiter. Und das, obwohl der Regionalrat die vorgelegte Planung bereits deutlich abgelehnt hat. In seiner Stellungnahme wurde Bayer 04 aufgefordert, das Vorhaben maßgeblich zu verkleinern und alternative Standorte ernsthaft zu prüfen, um den Regionalen Grünzug zu schützen. Diese eindeutigen Stellungnahmen der übergeordneten Planungsbehörden werden von der Stadt Monheim ignoriert.
Auch die vom Bürgermeister stellvertretend für die Partei PETO selbst zur Bedingung gemachte Forderung – ein neues Gewerbegebiet als Ausgleich – wurde durch den Regionalrat explizit zurückgewiesen. Es stellt sich daher die Frage nach der Glaubwürdigkeit des Bürgermeisters und der PETO Mehrheitsfraktion: Warum wird das Projekt weiter vorangetrieben, obwohl die eigenen Voraussetzungen dafür entfallen sind?
Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Bürgermeister mit seiner Mehrheitsfraktion bewusst versucht, vor der Kommunalwahl mit aller Macht vollendete Tatsachen zu schaffen – offenbar aus Angst vor sich verändernden Mehrheiten im Stadtrat. Die Ignoranz gegenüber klaren Positionen aus dem Regionalrat, dem Dezernat für Regionalentwicklung und der Öffentlichkeit ist beispiellos.
Besonders besorgniserregend ist die Parallele zur sogenannten Mack-Pyramide: Hier wurde bereits Anfang Juni mit dem Bau begonnen, obwohl der Bebauungsplan noch gar nicht beschlossen war – der Satzungsbeschluss wurde erst am 9. Juli gefasst. Der Kreis Mettmann bezeichnet die Vergabe des Bauauftrags als rechtswidrig. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fordert einen sofortigen Baustopp. Dieses Vorgehen zeigt, wie demokratische Verfahren und die Kontrolle übergeordneter Ebenen in Monheim übergangen werden – mit dem Ziel, durch Tatsachen irreversiblen Druck aufzubauen. ( www.denkmalschutz.de/pressemeldung/deutsche-stiftung-denkmalschutz-fordert-sofortigen-bau-stopp-fuer-die-scarabaeus-pyramide-in-monheim.html )
Auch die vorgelegten Gutachten zum Bayer 04 Campus bieten Anlass zur Kritik: Trotz der massiven Versiegelung der Fläche wird der Eingriff ins Mikroklima und die klimatische Ausgleichsfunktion des Grünzugs verharmlost. Die Bedeutung des Areals für den Biotopverbund und als Frischluftentstehungsgebiet wird heruntergespielt. Hinzu kommt: In den bisherigen Unterlagen fehlen nachvollziehbare Auseinandersetzungen mit den naheliegenden Alternativstandorten – obwohl genau dies vom Regionalrat eingefordert wurde.
Zudem wird in der Öffentlichkeit weiterhin mit dem angeblich drohenden Lizenzverlust argumentiert – obwohl laut Stadt und Verein ein Ersatzkonzept zur Sicherung der Lizenz bei temporärem Wegfall der Trainingsplätze an der BayArena sowie für eine Teilerweiterung am Standort Kurtekotten bereits existiert. Aus diesem Grund wurde die durch Bayer 04 Leverkusen verfolgte Kommunikationsstrategie des drohenden Lizenzverlustes von den Mitgliedern des Regionalrates bereits kritisch beurteilt.
Bezeichnend ist zusätzlich, dass die Einschränkung durch den Umbau der A1 nur temporär sein und sich nur auf die Bauphase erstrecken werden: Bayer 04 Leverkusen selbst plant, die Parkplätze nach Abschluss der Bauarbeiten wieder unter die Stelze zu platzieren.
Die politische Rückendeckung für das Projekt bröckelt zusehends. Alle im Monheimer Stadtrat vertretenen Oppositionsparteien – CDU, SPD, FDP und Grüne – haben sich gegen die aktuelle Planung ausgesprochen. Ebenso die parteiunabhängige Bürgermeisterkandidatin Sonja Wienecke.
Unsere Aufforderung an alle ist daher: Am 14.09.2025 wählen gehen – und mitentscheiden, welche Politik in dieser Stadt in den kommenden fünf Jahren den Ton angibt. Es braucht jetzt einen klaren Kurswechsel. Der Schutz des Regionalen Grünzugs – notwendig für das Klima der gesamten Stadt und jeden einzelnen Bürger und Besucher - darf nicht wirtschaftlichen Interessen eines Profivereins aus Leverkusen weichen. Transparenz, Fairness und eine Politik im Einklang mit den Interessen der Bürger müssen wieder zum Maßstab politischen Handelns werden.
05/12/2025, 07:13
Bei der Grünfläche entlang der Alfred-Nobel-Straße handelt es sich faktischen um einen Regionalen Grünzug mit wertgebenden Funktionen. Der Begriff "Grünzug" ist daher zutreffender und präziser als "Grünfläche"
Neuer Titel: Erhalt Monheimer GrünflächeGrünzug - Kein Bayer04 Leistungszentrum
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 2.082
05/12/2025, 07:09
In unserem letzten Beitrag zur Infoveranstaltung wurde versehentlich der 28.05.2025 genannt. Richtig ist: Die Veranstaltung fand bereits am 28.04.2025 statt. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.
Das Fristende der frühzeitigen Beteiligung bleibt davon unberührt und ist weiterhin korrekt: 06.06.2025.
05/12/2025, 04:02
Am 28. Mai 2025 hat die Stadt Monheim die Öffentlichkeit im Rahmen eines Infoabends über den aktuellen Stand der Planungen zum Bayer 04 Leistungszentrum informiert. Trotz der offiziellen Stellungnahme des Regionalrats, die über die Bezirksregierung an die Stadt übermittelt wurde und in der die aktuelle Planung in ihrem aktuellen, bisher veröffentlichten Umfang abgelehnt wird, hält die Stadtverwaltung an der bisherigen Planung fest. Diese sieht weiterhin ein großflächiges Leistungszentrum im Bereich des regionalen Grünzugs vor.
Dabei hat der Regionalrat deutlich gemacht: Von Bayer 04 wird eine überarbeitete Planung erwartet, die den Erhalt des regionalen Grünzugs gewährleistet und alternative Standorte auf Basis einer reduzierten Planung erneut prüft.
In diesem Zusammenhang ist die Stellungnahme von Dr. Hans-Joachim Grumbach (Freie Wähler, Mitglied des Regionalrats Düsseldorf sowie des Ausschusses für Planung des Regionalrates Düsseldorf) besonders bemerkenswert:
"Wir haben geschrieben, dass der regionale Grünzug, der als Verbindung zwischen Rhein und Bergischen Terrassen von essentieller Wichtigkeit ist, [...] bestehen bleibt. Der braucht eine gewisse Breite und das sind mehr als 70 Meter. Und insofern kann man über Sportanlagen im Bereich der jetzt bestehenden 6 ha reden, man kann auch über eine kleine Erweiterung reden, aber nicht über das, was wir dort gerade an der Wand sehen."
// Zentrale Forderung nicht erfüllt – trotzdem wird weitergeplant //
Trotz einstimmiger Ablehnung im Rahmen einer Stellungnahme an die Stadt Monheim durch die Fraktionen im Regionalrat (CDU, Grüne, SPD, FDP und Freie Wähler), hält die Stadt Monheim an der Planung für das Bayer 04 Leistungszentrum fest – obwohl eine wesentliche Bedingung der Stadt durch den Regionalrat abgelehnt wird: die Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets als Kompensation.
Diese Forderung wurde mehrfach öffentlich und eindeutig formuliert:
„Die in diesem Bereich vorhandenen Gewerbeflächen würden durch das Vorhaben entfallen. Aus diesem Grund hat die Stadt Monheim am Rhein gegenüber der Bezirksregierung die Forderung formuliert, diese Flächen an anderer Stelle mindestens Flächengleich durch GIB-Flächen ausgewiesen zu bekommen.“
– Vorlage X/1540, Ausschuss für Klimaschutz, Stadtplanung und Verkehr, 20.03.2025
„Ich will da jetzt gar nicht arrogant wirken, aber mehr als ein Schmunzeln kann mir das jetzt gar nicht mehr entlocken, weil es doch einfach so ist, dass wir das zur Bedingung machen. Also wenn wir diese Fläche nicht bekommen von der Bezirksregierung, dann wird es auch keinen Fußballcampus an der Alfred-Nobel-Straße geben. Also insofern ist das eine ganz klare Forderung.“
– Daniel Zimmermann, Bürgermeister Stadt Monheim, Ausschuss für Klimaschutz, Stadtplanung und Verkehr, 20.03.2025
„Die Stadt stellt allerdings eine Bedingung an die Bezirksregierung: Die dadurch für Monheim am Rhein nominell wegfallende Gewerbefläche müsse im Regionalplan an einer anderen Stelle kompensiert werden.“
– Website der Stadt Monheim, abgerufen am 10.05.2025
Hintergrund ist, dass die Stadt Monheim unermüdlich betont, ein Bedarf an Gewerbefläche zu haben und das Bayer 04 Leistungszentrum tatsächlich bereits ausgewiesene Gewerbefläche verbrauchen wird, ohne dass der Verein Bayer 04 Leverkusen in Monheim gewerbesteuerpflichtig wird.
Es bleibt somit festzuhalten: Eine der zentralen Bedingungen der Stadt wurde abgelehnt – dennoch wird das Bauleitverfahren weiterbetrieben.
// Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung hat begonnen//
Ungeachtet dieser Ausgangslage betreibt die Stadt Monheim das Bautleitverfahren unbeirrt fort und hat den Verfahrensschritt “Frühzeitige Beteiligung“ bereits eingeleitet. Dieser Verfahrenschritt endet am 06. Juni 2025.
Wir rufen daher alle Unterstützerinnen und Unterstützer auf:
Beteiligen Sie sich jetzt aktiv am Verfahren! Reichen Sie sachlich formulierte Einwendungen, Hinweise, Bedenken oder Kritik ein, um sie in die Planung einfließen zu lassen.
Einwendungen können bis zum Ende des Verfahrensschritt am 06. Juni 2025 persönlich gegen Eingangsbestätigung abgegeben, postalisch an die Stadtverwaltung oder per E-Mail mit Eingangsbestätigung an folgende Adresse gesendet werden:
stadtplanung@monheim.de
Alle Planungsunterlagen finden Sie unter der folgender Internetadresse:
www.monheim.de/stadtleben-aktuelles/mitmach-portal/aktuelle-projekte/bayer-04-fussballzentrum
Nutzen Sie diese Möglichkeit, um Ihre Stimme für den Schutz des Grünzugs und eine verantwortungsvolle Stadtentwicklung zu erheben!
05/10/2025, 02:50
Am Samstag, den 17. Mai 2025, findet in Monheim eine Demonstration gegen die aktuellen Pläne der Stadt zur Errichtung des Bayer 04 Leistungszentrums und dem Vorhaben einer Marina am Greisbachsee statt.
Die Kundgebung beginnt um 12:00 Uhr auf dem Rathausplatz in Monheim.
Ziel der Veranstaltung ist es, ein deutliches Zeichen für den Erhalt der regional bedeutsamen Grünzüge, für den Schutz von Natur- und Naherholungsflächen sowie für eine verantwortungsvolle Flächennutzung – und gegen die Verschwendung von Steuergeldern für Prestigeprojekte der aktuellen Kommunalregierung zu setzen.
Die zunehmende Flächeninanspruchnahme in Monheim betrifft zentrale Freiräume, die für das Stadtklima, den Biotopverbund und die Lebensqualität von großer Bedeutung sind.
Wir rufen alle Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition auf:
Nehmen Sie an der Demonstration teil und bringen Sie Ihre Bedenken und Forderungen sichtbar zum Ausdruck.
Nur gemeinsam können wir Einfluss nehmen und verdeutlichen, dass die Planungen in dieser Form auf erheblichen Widerstand stoßen.
Bitte erscheinen Sie zahlreich und helfen Sie mit, ein starkes Zeichen für den Erhalt unserer Stadtlandschaft zu setzen.
04/23/2025, 16:37
Am Montag, den 28. April 2025, lädt die Stadt Monheim zu einem öffentlichen Infoabend über das geplante Bayer 04 Leistungszentrum ein. Die Veranstaltung findet um 18:30 Uhr in der Aula am Berliner Ring statt.
Offizielle Informationen der Stadt finden Sie hier: www.monheim.de/stadtleben-aktuelles/news/nachrichten/infoabend-zu-bayer-04-fussballzentrum-an-der-alfred-nobel-strasse-14228
Wir laden alle Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Petition ein, den Termin wahrzunehmen, Fragen zu stellen und für Transparenz und eine sachliche Debatte einzutreten.
Warum unsere Bedenken fortbestehen:
1. Kein akuter Zeitdruck – die Lizenz von Bayer 04 ist nicht gefährdet
Immer wieder wird argumentiert, das Leistungszentrum sei zwingend erforderlich, um die Lizenz von Bayer 04 zu sichern. Das ist so nicht korrekt.
Bayer 04 verliert im Zuge des A1-Umbaus vorübergehend Stellplätze und muss dafür drei Trainingsflächen temporär umnutzen. Um die Betriebserlaubnis und Bundesliga-Lizenz aufrechtzuerhalten, hat der Verein ein genehmigtes Ersatzkonzept vorgelegt. Der Spielbetrieb ist gesichert. Dass dennoch behauptet wird, die Lizenz sei ohne ein neues Leistungszentrum gefährdet, ist sachlich nicht haltbar und steht in keinem direkten Zusammenhang mit dem geplanten Standort in Monheim.
2. Die Fläche ist keine "genehmigte" Baufläche
In der öffentlichen Diskussion wird oft suggeriert, ein Großteil der Fläche sei bereits als Gewerbegebiet ausgewiesen. Das ist irreführend:
Der überwiegende Teil des ca. 22 Hektar großen Vorhabengebiets liegt im regionalen Grünzug mit der Zweckbindung „Schutz der Landschaft und Erholung“ – eine Nutzung für ein Leistungszentrum ist damit unvereinbar.
- Lediglich ein kleiner Teil, etwa 6,3 Hektar, fällt unter den Bebauungsplan 59M, der jedoch durch das Vorhaben vollständig überplant würde.
- Der oft genannte Bebauungsplan 55M widerspricht dem Regionalplan und ist rechtlich nicht anwendbar.
Für das überplante Gewerbegebiet soll zudem an anderer Stelle eine Ersatzfläche geschaffen werden – was faktisch zusätzlichen Flächenverbrauch bedeutet.
3. „Es gibt genug Grünflächen“ – der Verlust ist gravierender als behauptet
Immer wieder heißt es, Monheim verfüge über ausreichend Grünflächen. Doch genau dieser Grünzug – zwischen Rheinauen und Monbagsee – erfüllt eine zentrale Verbindungs- und Klimafunktion. Das Dezernat für Regionalentwicklung hat dessen besondere Bedeutung mehrfach hervorgehoben. Ein solcher Eingriff hätte bleibende ökologische und raumordnerische Folgen.
4. „Es handelt sich um Sportnutzung“ – faktisch handelt es sich um ein abgeschottetes Hochleistungszentrum
Das geplante Gelände ist nicht mit öffentlichen Sportanlagen vergleichbar. Es handelt sich um ein exklusives, eingezäuntes und nicht öffentlich zugängliches Leistungszentrum – ohne Nutzwert für Monheimer Sportvereine oder Anwohnerschaft.
5. Kein Nutzen für Monheim
Das Projekt bringt der Stadt keine direkten Steuererträge, keine neuen Arbeitsplätze und keine infrastrukturellen Vorteile. Stattdessen entstehen zusätzliche Verkehrsströme, Flächenverbrauch und ökologische Belastungen – ohne konkrete Gegenleistung.
Unser Appell:
Nutzen Sie die Veranstaltung, um sich direkt zu informieren und kritische Fragen zu stellen und Bedenken zur Planung zu äußern. Unsere Petition steht weiterhin für eine ehrliche Abwägung von Alternativen und für den Erhalt des regionalen Grünzugs zwischen Rhein und Monbagsee.
04/09/2025 Press review