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Bild zur Petition mit dem Thema: Familien gehören zusammen! Flüchtlinge dürfen nicht über Jahre von ihren Angehörigen getrennt werden! Familien gehören zusammen! Flüchtlinge dürfen nicht über Jahre von ihren Angehörigen getrennt werden!
  • Von: PRO ASYL e.V. mehr
  • An: die Abgeordneten des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Migration mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 64 Tage verbleibend
  • 21.928 Unterstützende
    88% erreicht von
    25.000  für Sammelziel

Familien gehören zusammen! Flüchtlinge dürfen nicht über Jahre von ihren Angehörigen getrennt werden!

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Viele Flüchtlinge in Deutschland sind gezwungen, lange Zeit von ihren Familien getrennt zu leben. Die Situation ist unerträglich und muss geändert werden!

Wir fordern alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags dazu auf, die erzwungene Trennung von Flüchtlingsfamilien zu beenden.

Die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte muss sofort aufgehoben werden! Das Visumsverfahren für nachzugsberechtigte Familienmitglieder muss beschleunigt werden! In Griechenland gestrandete Familienangehörige müssen unverzüglich einreisen dürfen!

Begründung:

Während ein Familienmitglied in Sicherheit ist, müssen die anderen um ihr Leben fürchten – dies ist das unverantwortliche Ergebnis einer Gesetzesverschärfung im Asylpaket II. Zum Hintergrund: Verfolgte, die aus Kriegsgebieten nach Deutschland fliehen, erhalten seit einiger Zeit häufig nur noch einen so genannten subsidiären Schutz. Im März 2016 beschloss die Bundesregierung, den Familiennachzug für diese Menschen bis März 2018 komplett auszusetzen. Erst nachdem diese Frist verstrichen ist, dürfen die Betroffenen überhaupt beantragen, ihre Angehörigen zu sich nach Deutschland zu holen.

Diese Regelung ist unmenschlich. Und nicht nur das: Im schlimmsten Fall hat sie tödliche Folgen!

Die Gefahr, der zurückgebliebene Familien in Kriegs- und Krisengebieten ausgesetzt sind, ist groß. Manche können nicht mehr warten und wagen sich sogar mit kleinen Kindern auf die gefährlichen Fluchtrouten. Erst Ende März ertrank die Familie eines in Deutschland subsidiär Geschützten in der Ägäis. Nach über zwei Jahren Trennung hatte sich seine Frau mit ihren zwei kleinen Kindern zu ihm auf den Weg gemacht.

Auch Flüchtlinge, die gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt sind und einen Anspruch auf Familiennachzug haben, müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen. In den deutschen Botschaften in Amman, Beirut oder Ankara dauert es viele Monate, bis die Menschen überhaupt nur einen Termin zur Vorsprache erhalten. Bis zur Visumerteilung vergehen dann weitere Wochen und Monate. Wie viele nachzugsberechtigte Menschen währenddessen in den Kriegs- und Krisenregionen getötet werden, ist unbekannt. Zwischen Januar und September 2016 erhielten lediglich rund 40.000 Angehörige anerkannter syrischer Flüchtlinge ein Visum.

Dazu kommt: Tausende Flüchtlinge, deren Familienangehörige bereits in Deutschland sind, sitzen aktuell in Griechenland fest. Familien haben gemäß der Dublin-Verordnung einen Rechtsanspruch darauf, dass ihr Verfahren im gleichen EU-Staat durchgeführt wird. Trotzdem werden diese Überstellungen von Deutschland bewusst verzögert, wie die öffentlich gewordene Korrespondenz zwischen dem griechischen Migrationsminister Mouzalas und Innenminister de Maizière zeigt. Dort heißt es:

„Überstellungen zur Familienzusammenführung nach Deutschland werden wie vereinbart verlangsamt. […] Ich muss sie informieren, dass mehr als 2.000 Menschen betroffen sein werden und manche werden Jahre warten müssen, bevor sie nach Deutschland reisen können.“

Der Deutsche Bundestag muss in diesen Punkten endlich handeln! Die besondere Schutzwürdigkeit von Ehe und Familie ist im Grundgesetz verankert. Sie muss auch für geflüchtete Menschen und ihre Familien uneingeschränkte Gültigkeit haben. Daher fordern wir:

  • Die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte beenden!
  • Visumsverfahren für nachzugsberechtigte Familienmitglieder beschleunigen!
  • Unverzügliche Einreise von in Griechenland gestrandeten Angehörigen!

Mehr Details: www.proasyl.de/thema/familiennachzug/

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Frankfurt, 19.04.2017 (aktiv bis 24.11.2017)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Petition „Familien gehören zusammen“! »Wir stehen für eine werteorientierte Politik, in der Familie und Ehe die Grundpfeiler unserer freien und solidarischen Gesellschaft bilden« (CDU-Grundsätze) »Familien ...

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Debatte zur Petition

PRO: Ich arbeite beruflich mit Geflüchteten. Die hier angekommenen (jungen) Männer werden den Schritt in die Integration erst gehen können, wenn ihre Familien auch in Sicherheit sind. Ein Ende des Krieges in Syrien ist nicht in Sicht, deshalb zählt das Argument ...

PRO: Die Aussetzung des Familiennachzugs bedeutet faktisch seine Abschaffung. Die Regelung verstößt gegen das Recht auf Familienleben, die UN-Kinderrechtskonvention und nicht zuletzt gegen die Menschlichkeit. Es könnten noch viel mehr Menschen aus der Hölle ...

CONTRA: Ich fordere mehr Rücksichtnahme auf die Mehrheitsbevölkerung, mehr Verständnis für die Menschen für die die jetzige Situation schon eine Überforderung darstellt. Ich hoffe dass bald Frieden in den islamischen Bürgerkriegsländern einkehrt und dann viele ...

CONTRA: Ich bin Deutsche und wurde Opfer eines schweren Verbrechens. Ich habe keine Familie. Ich muß mit allem alleine klarkommen. In einem Staat, der die Opfer im eigenen Land mit einem korrupten Versicherungs- und Gutachterwesen sowie teils jahrzehntelangen ...

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Weil die Zusammenführung von Familien es ein Akt der Menschlichkeit ist.

Familie kann genau DER stabilisierende Faktor sein, der die Integration fördert. Die Zukunft jeder Gesellschaft wird bestimmt durch ihren Umgang mit den Kindern und der Jugend.

Weil jeder Mensch friedlich leben soll, keiner hat den tot verdient

Weil alles andere unmenschlich und grausam ist.

Dass die Flüchtlingspolitik in Deutschland von Anfang an mit unzähligen Fehlern behaftet ist, ist unumstritten. Nun auch noch den Familiennachzug verhindern zu wollen, wäre ein weiterer. "Was du nicht willst, das man dir tu, füg auch keinem ande ...

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