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Bild zur Petition mit dem Thema: Familien gehören zusammen! Flüchtlinge dürfen nicht über Jahre von ihren Angehörigen getrennt werden! Familien gehören zusammen! Flüchtlinge dürfen nicht über Jahre von ihren Angehörigen getrennt werden!
  • Von: PRO ASYL e.V. mehr
  • An: die Abgeordneten des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Migration mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 90 Tage verbleibend
  • 19.352 Unterstützende
    77% erreicht von
    25.000  für Sammelziel

Familien gehören zusammen! Flüchtlinge dürfen nicht über Jahre von ihren Angehörigen getrennt werden!

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Viele Flüchtlinge in Deutschland sind gezwungen, lange Zeit von ihren Familien getrennt zu leben. Die Situation ist unerträglich und muss geändert werden!

Wir fordern alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags dazu auf, die erzwungene Trennung von Flüchtlingsfamilien zu beenden.

Die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte muss sofort aufgehoben werden! Das Visumsverfahren für nachzugsberechtigte Familienmitglieder muss beschleunigt werden! In Griechenland gestrandete Familienangehörige müssen unverzüglich einreisen dürfen!

Begründung:

Während ein Familienmitglied in Sicherheit ist, müssen die anderen um ihr Leben fürchten – dies ist das unverantwortliche Ergebnis einer Gesetzesverschärfung im Asylpaket II. Zum Hintergrund: Verfolgte, die aus Kriegsgebieten nach Deutschland fliehen, erhalten seit einiger Zeit häufig nur noch einen so genannten subsidiären Schutz. Im März 2016 beschloss die Bundesregierung, den Familiennachzug für diese Menschen bis März 2018 komplett auszusetzen. Erst nachdem diese Frist verstrichen ist, dürfen die Betroffenen überhaupt beantragen, ihre Angehörigen zu sich nach Deutschland zu holen.

Diese Regelung ist unmenschlich. Und nicht nur das: Im schlimmsten Fall hat sie tödliche Folgen!

Die Gefahr, der zurückgebliebene Familien in Kriegs- und Krisengebieten ausgesetzt sind, ist groß. Manche können nicht mehr warten und wagen sich sogar mit kleinen Kindern auf die gefährlichen Fluchtrouten. Erst Ende März ertrank die Familie eines in Deutschland subsidiär Geschützten in der Ägäis. Nach über zwei Jahren Trennung hatte sich seine Frau mit ihren zwei kleinen Kindern zu ihm auf den Weg gemacht.

Auch Flüchtlinge, die gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt sind und einen Anspruch auf Familiennachzug haben, müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen. In den deutschen Botschaften in Amman, Beirut oder Ankara dauert es viele Monate, bis die Menschen überhaupt nur einen Termin zur Vorsprache erhalten. Bis zur Visumerteilung vergehen dann weitere Wochen und Monate. Wie viele nachzugsberechtigte Menschen währenddessen in den Kriegs- und Krisenregionen getötet werden, ist unbekannt. Zwischen Januar und September 2016 erhielten lediglich rund 40.000 Angehörige anerkannter syrischer Flüchtlinge ein Visum.

Dazu kommt: Tausende Flüchtlinge, deren Familienangehörige bereits in Deutschland sind, sitzen aktuell in Griechenland fest. Familien haben gemäß der Dublin-Verordnung einen Rechtsanspruch darauf, dass ihr Verfahren im gleichen EU-Staat durchgeführt wird. Trotzdem werden diese Überstellungen von Deutschland bewusst verzögert, wie die öffentlich gewordene Korrespondenz zwischen dem griechischen Migrationsminister Mouzalas und Innenminister de Maizière zeigt. Dort heißt es:

„Überstellungen zur Familienzusammenführung nach Deutschland werden wie vereinbart verlangsamt. […] Ich muss sie informieren, dass mehr als 2.000 Menschen betroffen sein werden und manche werden Jahre warten müssen, bevor sie nach Deutschland reisen können.“

Der Deutsche Bundestag muss in diesen Punkten endlich handeln! Die besondere Schutzwürdigkeit von Ehe und Familie ist im Grundgesetz verankert. Sie muss auch für geflüchtete Menschen und ihre Familien uneingeschränkte Gültigkeit haben. Daher fordern wir:

  • Die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte beenden!
  • Visumsverfahren für nachzugsberechtigte Familienmitglieder beschleunigen!
  • Unverzügliche Einreise von in Griechenland gestrandeten Angehörigen!

Mehr Details: www.proasyl.de/thema/familiennachzug/

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Frankfurt, 19.04.2017 (aktiv bis 24.09.2017)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Petition „Familien gehören zusammen!“, ein weiteres Problem für Flüchtlingsfamilien ist aufgetreten: Tausende Flüchtlinge, deren Familienangehörige bereits in Deutschland sind, sind aktuell in Griechenland ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Ich arbeite beruflich mit Geflüchteten. Die hier angekommenen (jungen) Männer werden den Schritt in die Integration erst gehen können, wenn ihre Familien auch in Sicherheit sind. Ein Ende des Krieges in Syrien ist nicht in Sicht, deshalb zählt das Argument ...

PRO: Die Aussetzung des Familiennachzugs bedeutet faktisch seine Abschaffung. Die Regelung verstößt gegen das Recht auf Familienleben, die UN-Kinderrechtskonvention und nicht zuletzt gegen die Menschlichkeit. Es könnten noch viel mehr Menschen aus der Hölle ...

CONTRA: "Viele Flüchtlinge in Deutschland sind gezwungen, lange Zeit von ihren Familien getrennt zu leben. " -->NEIN, das ist völliger Mumpitz, es steht Ihnen jederzeit frei, DEUTSCHLAND wieder zu verlassen und in Ihre Heimat zu den dort zurückgelassenen Familienangehörigen ...

CONTRA: Ende 2016 gab es in Deutschland 700.000 Hartz Empfänger aus nicht europäischen Asylländern.Eine Zunahme von 400.000 oder 132% gegenüber dem Vorjahr. Bisher betragen die jährlichen Kosten mindestens 10 Milliarden Euro. Hinzu kommt ein zweitstelliger Milliardenbetrag ...

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Ich arbeite für eine gGmbH in Villingen-Schweningen im Bereich Integrationsarbeit.

Ich begleite seit ca 2 Jahren afghanische Familien und Einzelpersonen und kann es nicht ertragen, sie in eine so gefährliche Situation zurückzuschicken. Die deutsche Gesellschaft kann diese unmenschliche Härte nicht als Schuld auf sich laden, sonst s ...

Lasst es bitte nicht zu, dass so viele Familien zerstört werden und helft, das Leben der flüchtenden so erträglich wie möglich zu machen!

Ich erlebe im Alltag so viele Menschen, Mütter, Kinder, Väter, die sehr darunter leiden, dass sie ihre Familie nicht nachholen können. Kinder können sich in der Schule kaum konzentrieren, weil der Vater so weit weg ist und die Hoffnung ihn bald zu se ...

Eine Schülerin unserer Schule, die gerade 18 Jahre alt geworden ist, soll unabhängig von ihrem Vater abgeschoben werden, sie nach Usbekistan, wo sie geboren ist, aber niemanden kennt, ihr Vater nach Afghanistan. Er ist afghanischer Staatsbürger.

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