Zwangsprostitution im engeren Sinne ist selten beweisbar, da die Opfer völlig eingeschüchtert und abhängig sind. Und die mehrheitliche Armutsprostitution ist auch eine Art Zwang. Die Bestrafung der Freier sollte auf Armutsprostitution erweitert werden, denn auch hier gilt es das Ausnutzen einer Zwangslage zu sanktionieren. Und das ist tatsächlich "Tagesgeschäft"...
Die Erfahrungen anderer Länder mit der Abolitionslösung sind keineswegs eindeutig positiv. Die Prostitution verschwindet damit nicht, sie wird nur noch weiter ins kriminelle Milieu gedrängt. Und was ist denn damit gewonnen, wenn wie in Schweden zwar Freier bestraft werden, aber nun mehrmals täglich ein Billigflieger von Stockholm mit Freiern nach Thailand düst, wo die sicher "nur das eine" wollen. Verlagern wir den "Müll", den unsere Gesellschaft produziert, wieder mal in die Dritte Welt? Die Prostitution ist damit jedenfalls nicht weg, sondern nur woanders. Fühlt ihr euch damit besser?