Haus der Stadtkultur: Das Stadtmuseum ins Alte Gericht. Keine Umwandlung für „hochwertiges Wohnen“

Petition / Aufruf

Das Alte Gericht in Wiesbaden – für ein lebendiges Haus der Stadtkultur und der Wiesbadener Stadtgeschichte

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident des Landes Hessen, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Hessischen Landtages, sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Wiesbaden,

Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger setzen sich dafür ein, das Alte Gericht als wertvolles Erbe der Baukultur für öffentliche Nutzungen zu erhalten und als Ort der Wiesbadener Stadtgeschichte zukunftsfähig zu entwickeln.

Unter Einschluss der Funktion eines Stadtmuseums vermag das Alte Gericht als ein Haus der Stadtkultur zukunftsweisende Beiträge für das Selbstverständnis unserer Stadt zu leisten. Von Bürgerengagement getragen werden der Vision für ein Stadtmuseum weiterführende Perspektiven eröffnet. Das Haus der Stadtkultur wird Generationen verbinden, Bildung, Kultur, Arbeiten & Wohnen beispielhaft vereinen und der Wiesbadener Stadtentwicklung – im Bewusstsein ihrer Geschichte – innovative Impulse geben.

Im Verbund mit der auf diesem Areal vorgesehenen Hochschulnutzung, der dynamischen Wiesbadener Kreativ- und Designwirtschaft und mit weiteren sozialen und kulturellen Einrichtungen sehen wir ein enormes Potenzial für eine lebendige Quartiersentwicklung. Wir möchten die Öffnung des Gebäudes und keine Abschottung für „höherwertiges Wohnen“. Wir möchten eine durchdachte Quartiersplanung und keine vorschnellen Kompromisse.

Bitte arbeiten Sie mit uns daran, diesem bedeutungsvollen Ort eine neue Bestimmung zu geben. Setzen Sie ein Zeichen für das kulturelle Miteinander, für die Verbindung von Geschichte mit Zukunft in unserer Landeshauptstadt.

Unterstützen auch Sie diese Petition mit Ihrer Stimme!

Über 100 Wiesbadener Persönlichkeiten haben als Erstunterzeichner diesen Aufruf an den Hessischen Ministerpräsidenten und den Wiesbaden Oberbürgermeister für eine öffentliche Nutzung und gegen eine wohnungswirtschaftliche Verwendung des alten Gerichts bereits unterstützt. Darunter zahlreiche Anwälte, Unternehmer, Ärzte, Richter, Stadtplaner und Konservatoren, ehemalige Staatssekretäre und Minister der Hessischen Landesregierung, frühere Stadträte und Oberbürgermeister, Künstler, Galeristen, Hochschullehrer, Schulleiter, Vertreter der Kreativ-Wirtschaft, Anlieger des Gerichts-Quartiers und viele andere mehr. Sie alle sind langjährige und engagierte Wiesbadener und plädieren dafür, dieses Haus nicht einem Privatinvestor zum Bau hochwertiger Wohnungen zu überlassen, sondern das denkmalgeschützte, weiträumige Gebäude als Haus der Stadtkultur und Stadtgeschichte, als Kreativ- und Gründungszentrum mit Designstudios und Künstlerateliers - wie es auch die IHK vorschlägt - und als Stadtmuseum zu nutzen. In Verbindung mit den zukünftigen Nachbarn der Hochschule Fresenius, mit ihren Schwerpunkten Design und Medien, könnte nicht nur dieses Stadtquartier eine enorme Aufwertung erfahren, sondern Wiesbaden würde bei seiner Bewerbung als Weltkulturerbe nachhaltig unter Beweis stellen, dass die Pflege des baukulturellen Erbes und eine zukunftsorientierte Nutzung keine Gegensätze darstellen.

Gewinnen Sie auch Ihre Freunde und Bekannten für diese Initiative!

Zur Website „Altes Gericht“ für weitere Informationen und Bilder zum Ort. Hier finden Sie auch die Liste der Erstunterzeichner: www.altesgericht.de

Obrazloženje

Gründe ...

... für ein Haus der Stadtkultur & Stadtmuseum im ehemaligen Wiesbadener Amts- und Landgericht – gegen seine wohnungswirtschaftliche Verwendung

Für ein Haus der Stadtkultur und Stadtgeschichte hat sich eine breit aufgestellte Initiative formiert. Ihre Mission: Sie möchte das ehemalige Wiesbadener Amts- und Landgericht als öffentliches Eigentum und Erbe der Baukultur erhalten und – unter Einschluss des Stadtmuseums – als lebendiges, kreatives Stadtlabor entwickeln. Dem Stadtmuseum zukunftsweisende Perspektiven eröffnen Diese Initiative ist auch eine Antwort auf den im Wiesbadener Rathaus am 12.02.2015 gefassten Beschluss, den geplanten Neubau eines Stadtmuseums an der Wilhelmstraße aufzugeben. Viele Bürger/innen finden es aber nach wie vor wichtig, der Geschichte unserer Stadt einen dauerhaften Ort zu geben. Sie fordern hierfür eine zukunftsweisende Lösung, die sich im seit sechs Jahren leer stehenden Alten Gericht als Möglichkeit eröffnet. Die Chancen für eine Weltkulturerbestadt Wiesbaden wahren Mit der von Land und Stadt verfolgten Absicht, das Alte Gericht in höherwertigen Wohnraum umzuwandeln, würde Wiesbadens angestrebte Anerkennung als Weltkulturerbestadt doppelten Schaden nehmen. Einmal mehr würde der Darstellung seiner Geschichte kein gebührender Raum geboten. Und das besondere symbolische Kapital dieses historischen Gebäudes würde für ein privates Lifestyle-Wohnen entwertet werden. Impulse für Kreativität, Innovation und Urbanität in der Innenstadt-West Die parallele, sich gegenseitig anregende Nutzung dieses großräumigen denkmalgeschützten Gebäudes als Haus der Stadtkultur und Stadtgeschichte, als Kreativ- und Gründungszentrum mit Designstudios und Künstlerateliers - wie es auch die IHK vorschlägt - und als Stadtmuseum eröffnet der Innenstadt-West attraktive Entwicklungsperspektiven.

In Verbindung mit den zukünftigen Nachbarn der Hochschule Fresenius, mit ihren Schwerpunkten Design und Medien, könnte nicht nur dieses Stadtquartier eine enorme Aufwertung erfahren, sondern Wiesbaden würde bei seiner Bewerbung als Weltkulturerbestadt unter Beweis stellen, dass die Pflege des baukulturellen Erbes und eine moderne, zukunftsoffene Nutzung keine Gegensätze darstellen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Prof. Franz Kluge iz Wiesbaden
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  • Wiesbadener Kurier,16.12.2016
    AL­TES GE­RICHT Ini­tia­ti­ve für Haus der Stadt­kul­tur zieht er­nüch­tern­de Bi­lanz zum Jah­re­sen­de
    WIES­BA­DEN (MK). Ganz hin­ten auf der Ta­ges­ord­nung der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung stan­den ge­stern zwei Punk­te, über die lan­ge ge­run­gen wor­den war. Auf der Ta­ges­ord­nung III, die üb­li­cher­wei­se oh­ne wei­te­re De­bat­te be­schlos­sen wird, fan­den sich die Be­bau­ungs­plä­ne „Hoch­schu­le Mo­ritz­stra­ße“ und „Süd­lich der Ge­richts­stra­ße“. Be­tei­lig­te wis­sen: Da­bei geht es um die Zu­kunft des Are­als „Al­tes Ge­richt“. Für die Ini­tia­ti­ve „Haus der Stadt­kul­tur und Stadt­ge­schich­te“ ist das ein Grund für ei­ne eher er­nüch­tern­de Bi­lanz.
    „Die Stadt be­weist ein fei­nes Ge­spür für Ti­ming“, sagt Mein­rad von En­gel­berg, Spre­cher der Ini­tia­ti­ve, die sich für ei­ne öf­fent­li­che Nut­zung des denk­mal­ge­schütz­ten Ge­bäu­des ein­setzt. Ein Jahr erst sei es her, dass auf ei­ner „tur­bu­len­ten“ Bürg­er­ver­samm­lung über die Zu­kunft des Al­ten Ge­richts dis­ku­tiert wor­den war, jetzt wür­de „mög­lichst laut­los“ aus „dem öf­fent­li­chen ein Pri­vat­ge­bäu­de“ ge­macht. Von En­gel­berg: „Wir be­zwei­feln, ob sich Wies­ba­den über die­ses Weih­nachts­ge­schenk zu Recht freu­en kann.“
    Vor der Kom­mu­nal­wahl im März hät­ten na­he­zu al­le Rat­haus-Frak­tio­nen zu­ge­sagt, die Vor­schlä­ge für ein Haus der Stadt­kul­tur und Stadt­ge­schich­te im Al­ten Ge­richt „er­geb­nis­of­fen zu prü­fen“, klagt von En­gel­berg. Ei­ne von der Ini­tia­ti­ve prä­sen­tier­te Kos­ten­rech­nung für Um­bau und Be­trieb sei bis heu­te un­wi­der­spro­chen. „Man hat den Wunsch un­se­rer 6600 Un­ter­zeich­ner und die ei­ge­nen Ver­spre­chun­gen ein­fach vom Tisch ge­wischt.“
    Die­se Form der Bürg­er­be­tei­li­gung, „die nicht von oben ge­steu­ert ist“, sei of­fen­bar nicht er­wünscht und wür­de ig­no­riert. Das nen­ne man „vol­len­de­te Tat­sa­chen schaf­fen“, er­gänzt Mit­strei­ter Franz Klu­ge.
    Die Er­öff­nung des Stadt­mu­se­um am Markt (SAM) im Sep­tem­ber hat nach An­sicht der Ini­tia­ti­ve das gro­ße In­te­res­se an der Stadt­ge­schich­te be­wie­sen. Der „licht­lo­se In­fo-Kel­ler“ kön­ne die­ser Nach­fra­ge in­des nicht ge­recht wer­den. Im Al­ten Ge­richt hät­te es hin­ge­gen ge­nug Raum da­für ge­ge­ben, so von En­gel­berg und Klu­ge.
    Schi­cke Start-Ups in his­to­ri­schen Ge­richts­älen
    Die Be­bau­ungs­plä­ne se­hen ne­ben dem Bau der Hoch­schu­le Fre­se­ni­us auf dem üb­ri­gen Ge­län­de für das al­te Ge­bäu­de nun ne­ben Woh­nun­gen auch Raum für die „Krea­tiv­bran­che“ vor. Die Ini­tia­ti­ve: Un­ter dem schö­nen Tarn­be­griff „teil­öf­fent­lich“ wür­den sich nun „schi­cke Start-Ups“ in den his­to­ri­schen Ge­richts­sä­len breit­ma­chen.
    Von den Par­tei­en je­den­falls hat die Ini­tia­ti­ve in­zwi­schen ei­ne deut­li­che Mei­nung: „Ei­ne ein­zi­ge Par­tei war wirk­lich kon­se­quent und ver­läss­lich: die CDU.“ De­ren Ver­tre­ter hät­ten nie­mals den An­schein er­weckt, als woll­ten sie ernst­haft auf un­se­re An­lie­gen ein­ge­hen. „Das kann man im­mer­hin als Ge­rad­li­nig­keit be­zeich­nen“, sagt Chris­ta Bi­se­ni­us-Klu­ge, eben­falls Ini­tia­ti­ven-Mit­glied.

  • Pressemitteilung der BI Altes Gericht
    „Kommerzialisierung statt Stadtkultur – Schade! B.I. Altes Gericht zieht Bilanz zum Jahresende“

    „Die Stadt beweist ein feines Gespür für Timing: Vor einem Jahr, am 14.12.15, gab es eine turbulente Bürgerversammlung zur Zukunft des Alten Gerichts. 366 Tage später soll die Änderung des Bebauungsplans, die aus dem öffentlichen ein Privatgebäude macht, ganz hinten auf der Tagesordnung möglichst lautlos durch die Stadtverordnetenversammlung gebracht werden. Wir bezweifeln, ob sich Wiesbaden über dieses Weihnachtsgeschenk zu Recht freuen kann.“ >>>> mehr s.h. Attachment

    Für die BI Altes Gericht
    mit bestem Gruss

    Franz Kluge

  • Liebe Mitstreiter und Mitstreiterinnen um den Erhalt des Alten Gerichts
    für öffentlich-kulturelle Nutzungen und gegen seine Zerlegung in Wohnungen,

    wir möchten Sie ermutigen, von Ihrem Recht Gebrauch zu machen, zu dem o.g. Bebauungs-plan für die südliche Gerichtsstrasse Stellungnahmen, Einwendungen oder Fragen abzu­geben. Durch Ihren Beitrag können Sie mithelfen, die drohende Zerlegung des Alten Gerichts, dieses unschätzbaren Denkmals der Baukultur in ca 60 Wohnungen zu verhindern. Die anstehende B-Planänderung schafft die baurecht­lichen Voraussetzungen für eine über­wiegend woh­nungs­­wirtschaftliche Umnutzung des Alten Gerichts mit auch nachgeord­neter gewerblicher Nutzung, die eine unwiderrufliche Zerstörung dieses Stücks Wiesbadener Identität besiegeln würde.

    .... alles Weitere finden Sie in dem anhängenden PDF-Dokument.
    Wir freuen uns, wenn Sie einen oder auch verschiedene Einwände gegen den ausgelegten B-Plan vorbringen werden.

    Mit freundlichen Grüssen
    Ihr Franz Kluge

    für die Initiative Altes Gericht

Za

Das Haus der Stadtkultur im Alten Gericht/Wiesbaden hat 7000 m2 Flächen für Kunst, Kultur, Geschichte, Stadtlabor, Stadtmuseum 2.0. und Haus der Stadtgeschichte! Es wäre ein ideal gelegener Treffpunkt einer vielsprachigen Stadtbevölkerung, da es von allen Seiten minütlich mit dem ÖPNV angefahren wird. Wer aus dem Alten Gericht ein nicht öffentliches Wohnhaus macht, zerstört einen Teil der historischen Identität Wiesbadens. Unterstützt diese laufende Petition mit Eurer Unterschrift und teilt sie mit Freunden! www.petition.altesgericht.de

Protiv

Die Petition krankt an der Finanzierung. Irgendwie aus der Zeit gefallen die Idee, dass eine Stadt einfach so eine so teure Immoblilie in der Wiesbadener Innenstadt erwerben kann und dann in ein Museum umwandelt. Ein solches Ansinnen stammt aus der Zeit, in der öffentliche Haushalte ohne Weiteres mit Schulden belastet werden konnten. Darüber sollten wir hinweg sein. Ich freue mich auf junge Leute im Viertel von der Hochschule Fresenius und gepflegtes Publikum in den neueingerichteten Wohnungen!