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Liebe Freunde,
viele von Ihnen haben sich in den vergangenen Monaten engagiert, Einwendungen geschrieben, Gespräche geführt, Zeit investiert. Und trotzdem ist das Ergebnis ernüchternd:
Tausende Einwendungen – und praktisch keine echte Veränderung.
Kein Wunder, dass viele sagen: „Die machen doch sowieso, was sie wollen.“ „Es geht nur ums Geld.“ „Wir können nichts erreichen.“
Genau hier setzen wir jetzt an.
— 1. Warum jetzt eine formelle Rüge wichtig ist —
Auch wenn der Teilplan bereits beschlossen wurde, ist das Verfahren rechtlich noch nicht „durch“. Es gibt die Möglichkeit – und die Notwendigkeit –, die festgestellten Mängel formell zu rügen.
Diese Rüge ist keine Symbolhandlung. Sie ist die Grundlage dafür, dass die Fehler später vor Gericht überhaupt berücksichtigt werden können.
👉 Wir haben deshalb eine ausführliche, juristisch fundierte Rüge erarbeitet.
Sie zeigt klar:
* wo die Abwägung nicht stattgefunden hat
* wo Einwendungen faktisch wirkungslos geblieben sind
* und wo zentrale Belange (Natur, Wasser, Kommunen) nicht ausreichend geprüft wurden
Die Rüge können Sie hier herunterladen und einsehen: tinyurl.com/me32xvsy
— 2. Petition auf Bundesebene – heute unterschreiben und verbreiten —
Parallel läuft aktuell eine Petition im Deutschen Bundestag, die eine grundlegende Reform der Subventionspolitik für Windkraftanlagen fordert.
👉 Hier geht es direkt zur Petition: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_01/_08/Petition_193142.html
Bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit:
* unterschreiben Sie
* leiten Sie den Link weiter
* sprechen Sie Freunde, Familie und Kollegen an
Je mehr Menschen sich beteiligen, desto größer wird der Druck, sich mit dem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen.
— 3. Jetzt entscheidend: Sichtbar werden vor Ort —
Der vielleicht wichtigste Punkt kommt zum Schluss:
Viele Kommunalpolitiker wissen sehr genau, wie kritisch das Thema von ihren Bürgern gesehen wird.
Sie bedienen sich gerne Halbwahrheiten oder einer Verschleierungstaktik, um Konflikte und Angriffsflächen zu vermeiden.
In Bezug auf Windkraftprojekte heißt es dann -
- wir können die Planung gar nicht beeinflussen;
- wir müssen die Bürger »mitnehmen«;
- wir wollen die Lasten gleichmäßig verteilen.
Bei solchen Aussagen ist höchste Vorsicht geboten, das ist »Nebel in Tüten«.
Was oft fehlt, ist die öffentliche, sichtbare Rückmeldung.
👉 Genau hier können Sie konkret etwas bewirken.
Besuchen Sie die Seiten der beiden größten Ratsfraktionen der Gemeinde Kall in den sozialen Medien.
Dort wird kommuniziert, dort wird gelesen – und dort entsteht der Eindruck, wie wichtig ein Thema ist.
Schreiben Sie einen eigenen Kommentar:
* aus Ihrer persönlichen Perspektive
* mit Ihren eigenen Worten
* ruhig, sachlich, aber klar
Keine langen Texte, keine Vorlagen – einfach Ihre eigene Sicht.
Wenn viele Menschen das tun, entsteht ein Bild, das nicht mehr übersehen werden kann.
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Hier sind die direkt aufrufbaren Social-Media-Seiten der Ortsparteien in Kall, die jeder im Browser öffnen kann:
* 👉 CDU Kall Facebook: https://www.facebook.com/p/CDU-Kall-61558436519287
* 👉 CDU Kall Instagram: https://www.instagram.com/cdu_kall
* 👉 SPD Kall Facebook : www.facebook.com/spdkall
* 👉 SPD Kall Instagram : www.instagram.com/spdkall
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Und wie sieht es bei den anderen aus?
* Die Grünen, die am liebsten auf jeden Dorfplatz ein Windrad stellen würden, sind nur noch mit einer Abgeordneten vertreten und spielen in den nächsten Jahren - zumindest in Kall - keine Rolle mehr.
* Die FDP zeigt »klare Kante«. In ihrem Wahlaufruf zur letzten Kommunalwahl steht unter dem Punkt »Energiepolitik mit Augenmaß«:
• Der Wackerberg ist kein Standort für Windräder •
— 4. Die Trumpfkarte —
Der von der Landesregierung vorgesehene Windenergiebereich auf dem Wackerberg liegt zu etwa 1/3 auf Schleidener Gebiet, der Rest auf Kaller Gebiet. Wenn die e-Regio ihren Bauantrag stellt, können die Kommunen ihr Einvernehmen erteilen oder verweigern - alles ohne irgendwelche praktische Auswirkungen.
Die Gemeinde Kall hat aber eine wichtige Trumpfkarte im Ärmel. Sie ist selbst Eigentümerin eines großen Waldstücks und kann einfach sagen »Sorry, wir verpachten nicht.« Das wärs dann für dieses Baulos gewesen.
Der Gemeinderat steht vor einer klaren Entscheidung:
Geld einnehmen (durch Pachterlöse) – oder Natur und Lebensqualität schützen. Beides geht hier nicht.
Jetzt haben die Ratsmitglieder die Chance, Haltung zu zeigen und eine Entscheidung zu treffen, die unserer Gemeinde noch in Generationen zugutekommt. Da wollen wir Ihnen gerne bei helfen...
Vielen Dank für Ihre Unterstützung,
Manfred Kanzler -
Liebe Freunde,
vor einem Jahr ging unsere Petition „Kein Windpark im Kirchenwald“ online. Dass sich inzwischen mehr als 1.300 Menschen angeschlossen haben, zeigt: Das Thema bewegt – und unser Engagement wirkt. Dieses Jubiläum ist kein Anlass für Selbstzufriedenheit, sondern für Zuversicht. Wir haben viel angestoßen, manches erreicht und wichtige Diskussionen eröffnet.
— Politiker beim Wort genommen: Butter bei die Fische —
Bilanz zu ziehen heißt auch, nach vorn zu schauen und die richtigen Fragen zur richtigen Zeit zu stellen. Schon morgen am Freitag (23. Januar) gibt es dazu eine konkrete Gelegenheit:
Der CDU-Stadtverband lädt um 19 Uhr zu einem Austausch mit Klaus Voussem in den Spiegelsaal des Bürgerhauses Golbach ein (Straßbüscher Weg 1, 53925 Kall).
Als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und Abgeordneter für den Kreis Euskirchen gehört Klaus Voussem zu denen, die Einfluss auf die politischen Rahmenbedingungen haben – auch beim Windenergieausbau. Umso wichtiger ist es, dass diese Diskussion nicht im kleinen Kreis bleibt.
Wer es einrichten kann, sollte morgen Präsenz zeigen!
Diese – und weitere – Fragen sollten wir ihm stellen:
* Wie bewertet die CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag die übermäßige Belastung der Eifel durch den Windenergieausbau?
* Neun von elf Kommunen im Kreis Euskirchen haben Einwendungen gegen den Regionalplan Erneuerbare Energien erhoben, zwei davon – die Stadt Schleiden und die Gemeinde Hellenthal – sogar formelle Resolutionen verabschiedet. Wie ist es zu erklären, dass dennoch alle CDU-Abgeordneten im Regionalrat Köln dem Plan zugestimmt haben?
* Welche Rolle spielen kommunale Beschlüsse und Bürgerinitiativen tatsächlich noch – und werden die Belange der Bürger von der CDU ernst genommen?
* Hinter vorgehaltener Hand ist von erheblichem Druck aus Landesregierung und CDU-Landtagsfraktion die Rede, um kritische Stimmen zu unterbinden und ein bestimmtes Abstimmverhalten sicherzustellen. Entspricht das nach Ihrem Wissen den Tatsachen?
— Die Katholische Kirche - ein hoffnungsloser Fall? —
Adressat unserer Petition ist die katholische Kirchengemeinde Olef als Eigentümerin des Kirchenwaldes auf dem Wackerberg. Dieser Wald wurde einst von einer wohlhabenden Olefer Industriellenfamilie gestiftet und erwirtschaftet bis heute stabile forstwirtschaftliche Erträge im sechsstelligen Bereich. Die Gemeinde ist damit finanziell gut ausgestattet – zusätzliche Einnahmen aus Windradpachten sind für sie nicht zwingend notwendig.
Anders stellt sich die Lage auf höherer Ebene dar. Im Bistum Aachen werden unter dem Schlagwort „pastorale Räume“ tiefgreifende Struktur- und Finanzreformen vorangetrieben. Früher hieß das schlicht „Umverteilung“.
Gesprächsangebote an den Kirchenvorstand bleiben unbeantwortet, auf zahlreiche E-Mails reagiert man gar nicht. Der neue Pfarrer antwortet immerhin – allerdings zuverlässig mit immer gleichen Textbausteinen. Auch der schriftliche Austausch mit dem Bistum verläuft nach wochenlangen Antwortzeiten in freundlich-unverbindlicher Tonlage im Sand. Ähnliches gilt für die Kontakte zur Deutsche Bischofskonferenz in Steinfeld – trotz Mahnwache vor den Toren des Klosters und anschließender Übergabe der Petition.
Der katholischen Kirche hätte sich hier eine seltene Gelegenheit geboten, den eigenen Markenkern „Bewahrung der Schöpfung“ nicht nur von der Kanzel zu predigen, sondern praktisch umzusetzen. Dieser Anspruch verliert offenbar an Strahlkraft, sobald konkrete Einnahmeerwartungen im Raum stehen.
Besonders bitter: Inzwischen gilt die Kirche im Schleidener Tal sogar als Sicherheitsrisiko. Windenergieanlagen auf dem Wackerberg können nachweislich die Hochwassergefahr verschärfen – ausgerechnet auf Flächen, für deren verantwortungsvollen Umgang die Kirche eine besondere moralische Autorität beansprucht.
— Der Wind dreht sich —
In der Kommunalpolitik gibt es dagegen ermutigende Signale. In Kall steht mit dem neuen Bürgermeister kein Windkraft-Lobbyist an der Spitze der Gemeinde. In Hellenthal und Schleiden haben die Räte mit klaren Resolutionen Stellung bezogen und ihre Bedenken deutlich gemacht (s. Anlage).
Das zeigt: Der politische Wind dreht sich – langsam, aber spürbar. Mehr dazu im nächsten Rundschreiben. Wir bleiben dran!
Manfred Kanzler, Initiative »Windpark Wackerberg« -
Petition in Zeichnung - Eine schöne Bescherung?
el 18/12/25--- Advent, Kerzenschein – und ein ziemlich unweihnachtlicher Termin ---
Eigentlich ist es diese besondere Zeit im Jahr: Lichterketten, Plätzchenduft, leise Musik, der gute Vorsatz, die Welt für ein paar Tage etwas freundlicher und entspannter zu sehen. Und dann das: Morgen, am Freitag, den 19.12.2025, um 10:00 Uhr, soll ausgerechnet der Regionalrat des Regierungsbezirks Köln im Regierungspräsidium, Zeughausstraße 2–8, 50667 Köln, eine Entscheidung treffen, die die Eifel auf Jahrzehnte prägen würde – und zwar nicht als Natur-, sondern als Wind-Industrie-Landschaft.
Eine schöne Bescherung? Eher das Gegenteil.
--- Worum es morgen wirklich geht ---
Formal geht es um einen „Sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien“. In der Sache wird entschieden über Wälder, Wasser, Landschaft, Lebensqualität – und um die Frage, ob politische Entscheidungen noch ergebnisoffen getroffen werden oder nur noch abgesegnet werden sollen.
Viele Kommunalpolitiker, Gemeinden und Bürgerinitiativen aus der Eifel haben sich klar positioniert. Sie sagen: So nicht. Das Verfahren war bislang zwar formell demokratisch, in der Praxis aber eine Farce. 2 Offenlagen, fast 4.000 Einwendungen, über 15.000 Seiten Unterlagen, kaum Zeit zur Prüfung, – und am Ende soll trotzdem alles nahezu unverändert beschlossen werden. Wer da noch von echter Beteiligung spricht, meint vermutlich etwas anderes als wir Bürger.
--- Die Hellenthaler Resolution – ein starkes Signal aus der Region ---
Besonders deutlich hat sich die Gemeinde Hellenthal positioniert,wie der Kölner Stadtanzeiger heute berichtet (s. Anlage). In einer einstimmig von allen Fraktionen - ja, sogar vom Vertreter der Grünen -verabschiedeten Resolution des Gemeinderats wendet sie sich gegen den weiteren ungezügelten Ausbau der Windenergie in der Eifel, gegen die Entwertung der kommunalen Selbstverwaltung und gegen ein Verfahren, das Landschafts- und Naturschutz zur Verhandlungsmasse macht.
Diese Resolution ist mehr als ein Papier. Sie ist ein Angebot an andere Kommunen und Mandatsträger, Haltung zu zeigen – über Parteigrenzen hinweg. Genau darum geht es jetzt: Solidarität statt Wegducken.
--- Ein Charaktertest für die Mandatsträger ---
Alle Mitglieder des Regionalrats wissen, was morgen auf dem Spiel steht. Sie haben unzählige Schreiben erhalten, sie wurden an ihren Amtseid erinnert, sie kennen die Kritik – und auch ihre rechtlich sauberen Handlungsoptionen. Niemand kann später sagen, er habe von nichts gewusst.
Deshalb ist diese Sitzung ein echter Charaktertest: Bleibt man standhaft, fordert eine Verlängerung des Moratoriums oder lehnt die Vorlage ab? Oder gibt man Verantwortung an der Eingangstür ab und spielt die Rolle, die andere vorgesehen haben?
--- Politik erleben - live und in Farbe ---
Die Sitzung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Jeder kann dabei sein, jeder kann sich selbst ein Bild machen. Wenn es gut läuft, erleben die Zuschauer auf der Tribüne eine kleine Lehrstunde in funktioniernder Demokratie: Diskussion, Abwägung, Verantwortung.
Und falls nicht? Nun ja – Köln bietet immerhin stimmungsvolle Weihnachtsmärkte. Ein Spaziergang und ein größeres Quantum Glühwein helfen bekanntlich, auch schwer verdauliche Entscheidungen kurzzeitig zu ertragen.
--- Was wir jetzt alle tun können: ---
Unabhängig davon, wie der morgige Vormittag ausgeht, kommt es jetzt auf uns Bürger an:
* Wir schreiben an die Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker
* und fordern ein öffentliches Bekenntnis zur Hellenthaler Resolution.
* Wir machen ihnen klar, dass sie als gewählte Vertreter der Bürger Recht, Gewissen und demokratische Grundsätze über politischen Zeitdruck stellen müssen.
* Sollte es zu einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht kommen, erwarten wir politische Unterstützung – nicht Schweigen.
Diese »Erwartungshaltung« sollten wir noch vor Weihnachten kommunizieren. Klar, sachlich, persönlich. Das wirkt.
Herzliche Grüße,
Manfred Kanzler
Wind im Kirchenwald steht der Schöpfung entgegen. Wir tragen die Verantwortung für die Schöpfung und müssen alles tun, damit der Schöpfungsgedanke nicht unter die Windräder kommt.