Die Mobilität der hochjährigen Bürger/Innen durch fahrscheinlosen Nahverkehr verbessern, unabhängig vom Kontostand bei einer Bank oder Sparkasse. Mobilität erhöht die Lebensqualität, ermöglicht Teilhabe am Kulturleben und verbessert die Kontakte im Alltag.

Es ist ein Beschluss vorzubereiten und zu beschließen, für Fahrgäste ab 70 Jahren den Nulltarif einzuführen. Als Fahrschein soll ein Dokument mit Bild und Altersangabe gelten.

Begründung

Senioren/Innen brauchen in polnischen Großstädten (z.B. Wroclaw/Breslau) im öffentlichen Nahverkehr keine Fahrscheine erwerben. Bürgern/Innen über 70 Jahre haben dort freie Fahrt, es reicht der Ausweis. Auch in Budapest, London und anderen Großtädten Europas gibt es ähnliche Angebote. Kann Berlin, Hauptstadt und Großstadt eines starken Industrielandes, den betagten Bürgern/Innen solch ein Angebot machen? Jede weltoffene Stadt sollte diesen Tarif anbieten, es ist auch eine Werbung für den Tourismus.

Der organisatorische Aufwand und die Kosten für den Fahrscheinverkauf oder der personengebundene Umweltkarte entfallen. Viele Bürger/Innen können sich ein VBB-Abo 65plus schon jetzt nicht leisten und die Altersarmut wird leider zunehmen. Kostenfreier Nahverkehr wäre eine solidarische Komponente im Tarifsystem des Berliner Nahverkehrs. Politischer Wille wiegt mehr, als Modelle für eine Gegenfinanzierung.

Die Entscheidung, in der Stadt auf das eigene Auto zu verzichten, wird leichter fallen. Die Fahrt mit Bus oder Tram ist sicherer und die Ziele werden entspannter und ohne Parkplatzsuche erreicht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Horst Jeikowski aus Berlin
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  • Die Petition wurde im Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin abschließend beraten. Der Petitionsausschuss bedauert, dass die in die Petition gesetzten Erwartungen nicht erfüllt werden können.

    Mein Wunsch, auch allen Fraktionen um eine Stellungnahme zu bitten, wurde nicht entsprochen. Es wurde beschlossen, die Eingabe den zuständigen Fachausschüssen für >Integration, Arbeit und Soziales<, sowie >Umwelt, Verkehr und Klimaschutz<, zur Kenntnisnahme zu übermitteln.

    Der Vorsitzende des Petitionsausschusses hat die Stellungnahme der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mir zugesendet. Sein Brief und die Stellungnahme wurden den Dokumenten der Petition beigefügt.

    Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat zurzeit noch nicht Mut, eine politische Entscheidung für eine altersgerechte und solidarische Komponente im Tarifsystem des öffentlichen Nahverkehrs zu treffen. Die Gegenfinanzierung steht im Vordergrund.

    „Es wäre eine besondere Privilegierung, die anderen Fahrgästen nicht gewährt wird.“

    Hoffentlich werden unsere demokratischen Vertreter nicht zum Ankläger und fordern die Städte auf, die eine „Privilegierung der Senioren/Innen“ praktizieren, diese unverzüglich einzustellen.

    Die kleine Freude im Alter, keinen Fahrschein kaufen zu müssen, soll die Wirtschaftlichkeit der Verkehrsunternehmen erschüttern, kann das wahr sein? Öffentliche Verkehrsunternehmen sind Dienstleister, die sowieso öffentliche Gelder als Zuschüsse bekommen und das ist auch gut so.

    Für den Tourismus könnte die Privilegierung der Senioren/Innen auch ein Werbeargument sein und das eingesparte Fahrgeld fördert dann die Gastronomie oder Andenken-Vermarktung.

    Ich wünsche allen Unterstützerinnen und Unterstützern eine fahrscheinlose Zukunft.

    Horst Jeikowski

  • An alle Unterstützer der Petition
    Der Vorsitzende des Petitionsausschusses hat geantwortet. Eine Stellungnahme der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales wurde beigefügt.
    Eine große Unterstützung der Petition ist aus der Stellungnahme nicht herauszulesen, es werden von der Petition keine offenen Türen eingerannt. Über den ausführlichen Text zu den aktuellen Gegebenheiten kann man hinweglesen, er hat meines Erachtens keinen Bezug zur Petition.

    Es wird auch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz um eine Stellungnahme gebeten. Diese steht noch aus.

    Ich habe den Vorsitzenden des Petitionsausschusses gebeten, auch die Fraktionen um eine Stellungnahme zu bitten.
    Der Text dieser E-Mail lautet:
    ___-
    Sehr geehrter Herr Ronneburg,

    danke für Ihren Brief vom 02.06.2017 und der Zusendung einer Kopie der Stellungnahme der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.

    Die Mitglieder des Petitionsausschusses haben beschlossen, auch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz um eine Stellungnahme zu bitten.

    In diesem Zusammenhang stelle ich die Frage, warum die Verwaltungen um Stellungnahmen gebeten werden und nicht die Fraktionen im Abgeordnetenhaus? Meine Petition und der Begleitbrief sind an das Abgeordnetenhaus und den Abgeordneten gerichtet, nicht an die Verwaltungen. Der gewählte Abgeordnete steht dem wählenden Bürger näher, als eine Verwaltung. Abgeordnete haben in ihrem Bürgerbüro direkten Kontakt zum Wähler.

    Ist es Ihnen möglich, auch die Fraktionen um eine Stellungnahme zu bitten?
    Eine Datei des Begleitbriefes ist beigefügt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Horst Jeikowski
    ___

    Ich wünsche allen Unterstützern einen schönen Sommer.
    Horst Jeikowski

  • An alle Unterstützer der Petition
    Der Vorsitzende des Petitionsausschusses hat die Übergabe der Petition bestätigt.

    Horst Jeikowski

Pro

Ich bin für (kosten-) freie Fahrt für alle im ÖPNV. Bei Menschen im fortgeschrittenen Alter könnte man gut damit beginnen. Schlussendlich braucht es keine Kontrolleure mehr und wenn Internationale Konzerne anfangen angemessene Steuern zu zahlen, wäre das locker zu finanzieren, mit bequemen Samtsesseln und Fünfminutentaktung.

Contra

Vielleicht wird es in 10 oder 20 Jahren sinnvoll sein, eine solche Forderung zu stellen. Im Moment ist es (wie mein Vorredner schon schrieb) eher unsozial. Denn von wenigen Ausnahmen abgesehen (3 - 4 % Altersarmut) gehören die Älteren gerade nicht zu den einkommensschwachen Bürgern. Das Gegenteil ist der Fall! Heute sind meist Leute in Rente, die nur geringe Einbußen durch Arbeitslosigkeitsjahre in der Biografie haben und die es oft sogar schafften, eine Immobilie zu erwerben. Und die wenigen, denen es wirklich schlecht geht, kann man ja in die anderen Regelungen für Bedürftige einbeziehen.