Keine Fällung der alten Alleebäume! Baumfreundliche Straßensanierung in Stove/Nordwestmecklenburg!

Petition richtet sich an:
Straßenbauamt Schwerin, Dezernat Straßenbau, Leitung Herr Tobias Bremer

2.031 Unterschriften

Sammlung beendet

2.031 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet 2021
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Neuigkeiten

31.08.2026, 06:46

Wie wichtig große alte Bäume für uns Menschen sind, wurde uns in diesem Sommer wieder besonders deutlich gemacht. Sommerfoto aus Stove: 25 Grad unter den Bäumen, 35 Grad wenige Meter daneben auf der Kreuzung OHNE Bäume.

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

bereits am 11.03.2026 hatte der Petitionsausschuss des Landtags unsere Petition auf der Tagesordnung. Zu zweit konnte unsere kleine Abordnung an der Sitzung im Schloss Schwerin teilnehmen, Hinweise zum aktuellen Stand geben, unsere Forderungen bekräftigen sowie die Fragen der Abgeordneten beantworten. Wie wichtig es ist, gerade alte Bäume zu erhalten – DIESE alten Bäume, welcher besondere Ort mit den geplanten Fällungen in Stove unwiederbringlich verloren gehen würde… nur damit der motorisierte Verkehr rollt und weil keine individuelle Anpassung der Straßenbauplanung erfolgt?
 
Damit alle Seiten gehört werden, waren auch Vertreter und Vertreterinnen der Landesregierung und der Kommune eingeladen. Es war eine freundliche und respektvolle Atmosphäre - auch wenn das Straßenbauamt keinen Zweifel an den bisherigen Straßenbauplanungen gelassen hat. Der Straßenbau wäre nicht anders zu realisieren… Ich denke leise bei mir „…und der Mensch fliegt zum Mond!?“
 
Der Petitionsausschuss hat uns aktuell seine Beendigung der Landtags-Petition mitgeteilt und verweist auf das abzuwartende Ergebnis des Planfeststellungsverfahrens. Wir danken dem Petitionsausschuss des Landtags an dieser Stelle für die jahrelange Begleitung, diese ist nicht selbstverständlich!
 
Mit unserer openPetition richten wir uns weiterhin an das Straßenbauamt!
 
Das Straßenbauamt hat angekündigt, in naher Zukunft der Planfeststellungsbehörde die Unterlagen des Bauvorhabens zu übergeben.
 
Viele Grüße von Cordula Rilke



13.10.2025, 16:10

Neuer Treffpunkt zum Treetag Day – Mittwoch, 15.10.2025!

Neuer Treffpunkt ist die Kreuzung Hauptstraße 3a/Hinterstraße – in unmittelbarer Nähe der Wassermühle, 19217 Stove/Carlow

Bitte bei der Anfahrt die leider kurzfristig eingerichteten Straßensperrungen berücksichtigen:
zwischen der A20 und Raddingsdorf (Umleitung über Wahrsow und Petersberg) sowie zwischen Rieps und Thandorf.

Viele Grüße von Cordula Rilke


08.10.2025, 14:13

Wann: Am kommenden Mittwoch, 15. Oktober 2025
Wo: Wassermühle in 19217 Stove/Carlow, Hauptstr. 8 (Mischfutterwerk Stove)

Die Aktion ist Teil des Treetag-Projekts des BUND Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, den ökologischen Wert von Bäumen sichtbar zu machen und die öffentliche Diskussion um Baumschutz und Klimaanpassung mit Fakten zu bereichern.

Zum Treetag Day wenden wir uns den Bäumen in der Ortsdurchfahrt Stove zu, deren Bestand durch die Erneuerung der Straße gefährdet ist. Nachdem die Bäume bereits von uns vermessen und die Ergebnisse digital ausgewertet wurden, bringen wir am Treetag Day die sogenannten „Treetags“ oder Baumpässe an den Bäumen an. Dadurch werden ihre Ökosystemleistungen – wie Sauerstoffproduktion, CO₂-Speicherung und Feinstaubfilterung – für alle greifbar dargestellt.

Liebe Unterstützer, liebe Unterstützerinnen,

ich bitte Euch und lade Euch sehr herzlich ein, dabei zu sein!

==> Ab 9 Uhr sind wir in Stove bei den Bäumen. Wir bringen die Treetags (Baumpässe) an den Bäumen an. Das tun wir gern mit Euch gemeinsam!

==> Um 11 Uhr begrüßen wir die Gäste und alle interessierten Menschen. Es erfolgt die Vorstellung der Treetag-Kampagne durch Jasmin Personn/BUND MV und wir machen einen kleinen Allee-Spaziergang zu den Bäumen.

Bitte tragt aus Sicherheitsgründen eine Warnweste – danke!

Ich freue mich auf Euch!

Herzliche Grüße von Cordula Rilke


07.02.2025, 13:11

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

am 29.01.2025 gab es erneut ein Treffen im Straßenbauamt (SBA) – zur Information über den aktuellen Sachstand. Das SBA hat seine Vorzugsvariante für das Planfeststellungsverfahren überarbeitet und festgelegt. Die Vorzugsvariante ist 6m breit und hält an der Fällung der Bäume am Mühlenteich fest.

Neu dazugekommen sind beim SBA Sicherheitsbedenken wegen des fehlenden Gehwegs im Bereich Mühlenteich. Daher der Vorschlag des SBA, einen Gehweg auf den frei werdenden Baumstandorten am Mühlenteich entlang anzulegen. Die Entscheidung darüber liegt bei der Gemeindevertretung (GV). Die GV hat sich bereits für die Annahme des Vorschlags ausgesprochen.

Durchgängiger Gehweg: JA, unbedingt! Das war von Anfang an unsere Forderung – auf der wasserabgewandten Straßenseite hinter den Bäumen verlaufend! Nicht anstelle der alten Bäume und im geschützten Uferbereich mit seinen Gehölzbeständen! Es sprechen so viele Gründe dagegen!

Die Ortsdurchfahrt Stove ist immer wieder Thema in den GV-Sitzungen. Als die GV kürzlich um Stellungnahme bezüglich der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gebeten wurde, habe ich den vorgelegten Fragenkatalog auf Vollständigkeit geprüft und ergänzt, wo es meiner Meinung nach nötig war. Von den zwölf Ergänzungen wurden (nur? immerhin!) drei von der GV angenommen. So wurde z.B. diese Fragestellung abgelehnt: "Überprüfung der Änderung der CO2/O2-Bilanz aufgrund des Baumverlustes". Man möchte also lieber nicht wissen, welche Folge es auf unsere Luft zum Atmen hat, wenn derartig viele Altbäume gefällt werden! Obwohl doch z.B. genau dafür eine UVP gedacht ist.

Unsere Linden in Stove setzten für mich vor Jahren einen Wendepunkt. Sie haben mich „aktiviert“, bis hin zur eigenen, neuen Tätigkeit als Gemeindevertreterin. Seit letztem Sommer setze ich mich in der GV bewusst für unsere Umwelt ein und besinne mich dabei gern auf die Anfänge – die alte Baumallee in Stove und den Kampf darum.

Die gute Nachricht: Alle Bäume stehen noch!

Viele Grüße von Cordula Rilke

Foto: Straßenvollsperrung. Straßen-Reparaturen wurden im Sommer 2024 an einigen Stellen provisorisch vorgenommen.


13.06.2024, 03:00

Liebe Unterstützer und Unterstützerinnen,

über unsere Lindenbäume wachen wir nun schon seit vielen Jahren der Straßenbauplanung. Jahrein, jahraus stehen die alten Bäumen währenddessen weiter am Straßenrand und bedachen alles, was auf großen und kleinen Rädern unter ihnen daher rumpelt.

Für die von diesem Gerumpel aus verschiedensten Gründen belasteten Menschen gibt es eine gute Neuigkeit: Als Zwischenlösung für die stark beschädigte Fahrbahn wurden vom Straßenbauamt noch in diesem Sommer stattfindende Sanierungsarbeiten angekündigt!

Im Zuge dieser kurzfristigen Maßnahme bekommen ca. 60 Meter im Kreuzungsbereich an der Bushaltestelle eine neue Asphalt-Deckschicht. Die weniger beschädigten Bereiche der Straße werden eine Oberflächenbehandlung erhalten und die Seitenbereiche eine Aufschüttung aus Recycling-Material.

Wir erhoffen uns von den Reparaturarbeiten eine große Reduzierung der Lärmbelästigung für die Anwohner und sind diesbezüglich sehr gespannt.

Aufgrund der Auswirkungen auf unsere Umwelt muss sich der endgültige Straßenneubau der Ortsdurchfahrt Stove als umweltrelevantes Vorhaben einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) stellen. Das hat die zuständige Behörde vor einigen Wochen glücklicherweise verfügt. Leider nimmt die UVP sehr viel Zeit in Anspruch, was eine Verlängerung der Straßenbauplanung um ein weiteres Jahr zur Folge hat.

Vielen Dank für Eure Unterstützung! Und ich danke allen, die gegenwärtig trotz teils frustrierender Entwicklung der Gesellschaft die Zuversicht behalten und nett bleiben. Trotz allem in Gesprächen bleiben. Die aktiv sind, interessiert sind und mutig. Die einfach mal so etwas für andere tun, sich engagieren und positiv bleiben. Es braucht viele gute Vorbilder. Danke!

Viele Grüße von Cordula Rilke


04.02.2024, 05:50

Liebe Unterstützer,

am 01.02.2024 gab es einen Besprechungstermin im Straßenbauamt Schwerin (SBA) – mit Vertretern von Wirtschaftsministerium M-V, SBA, Bürgermeister und Gemeindevertretung, Biosphäre und Bürgerinitiative Stoverlinden.

Es wurde festgestellt, dass die Straßenbauplanung für Stove in Mini-Schritten vorangeht, teilweise mussten Aufgaben des SBA aufgrund von erkranktem Personal monatelang liegen bleiben. Das SBA bereitet sich auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung vor, falls diese von dem zuständigen Landesamt gefordert wird. Diese dauert erfahrungsgemäß ein Jahr. Daran schließt sich das Planfeststellungsverfahren. Der Baubeginn ist also noch sehr lange nicht in Sicht.

Die Einwohner von Stove warten immer noch dringend auf eine neue Fahrbahn. Die Straße in Stove hat auch in diesem Winter weiter gelitten. Riesige, tiefe Schlaglöcher mitten auf der Fahrbahn sind entstanden, der Asphalt lag teilweise in großen Brocken herum. Mittlerweile haben die Anwohner das Gefühl, inzwischen komplett vom SBA vergessen worden zu sein.

Die Unzufriedenheit hierüber wird ausgenutzt. Von Menschen, welche noch gar nicht verstanden haben, warum eine Straßenbauplanung auch andere Aspekte als gute Fahrt für Autos berücksichtigt und welche mit falschen Behauptungen laut Stimmung in der Gemeinde machen. Im Hinblick auf die anstehende Kommunalwahl hoffe ich, dass sich recht viele Einwohner informieren und das schlimme Spiel durchschauen.

Wir halten auf jeden Fall unser Licht weiter auf den Ablauf der Straßenbauplanung!

Die gute Nachricht: alle alten Linden stehen auch heute noch!

Bei dem o.g. Termin im SBA waren der Baum-Gutachter und eine Baum-Biologin anwesend. Im letzten Jahr fertigten sie das Baumgutachten für alle Bäume an der Straße in Stove, inclusive Untersuchung als Lebensraum für geschützte Arten.

Der Gutachter erläuterte das Begutachtungsergebnis. Erklärte, warum Bäume auch mal schief stehen dürfen und dennoch kein Sicherheitsrisiko darstellen. Die Baumbiologin wies auf die zahlreichen Verletzungen der Bäume aus deren Lebensverlauf hin und zeigte an Beispielen, wie wichtig die dabei gewachsenen Strukturen für unsere Tierwelt sind. Denn z.B. dort wo früher mal ein starker Ast abgeschnitten wurde, hat sich nun eine Höhle im Inneren des Stammes entwickelt, in welcher Fledermäuse überwintern können.

Das Gutachten beschreibt, dass nachweislich gerade unsere alten Linden viele geschützte und sogar besonders geschützte Tierarten, wie die im Mulch der alten Bäume lebenden xylobionten Käfer, beherbergen. – Junge unversehrte Bäume sind hierzu nicht in der Lage, deswegen muss der rasante Verlust von Altbäumen unbedingt aufgehalten werden!

Aufgrund des Gutachtens wären acht Bäume zu fällen. Darunter fünf der immer weniger werdenden Apfelbäume entlang unserer Landstraßen. Leider steht es auch um eine der alten Linden am Ortseingang schlecht. Nachdem die Fällung schon fast beschlossene Sache war, gibt es nun doch eine andere Lösung und der Baum darf noch stehen bleiben. Auch eine alte Kopfpappel, welche etwas abseits der Straße steht und daher niemandem gefährlich werden kann, darf dank des Einsatzes der Biosphäre noch stehen bleiben. Viele Kleintiere freuen sich darüber.

Dass Ihr uns nun schon mehrere Jahre interessiert begleitet, gibt Kraft und Hoffnung. Ein großes Dankeschön dafür!

Viele Grüße von Cordula Rilke

Foto: Markierung für nötige Baumpflegearbeiten/Totholzentfernung, Linde Nr. 422, Lebensraum für Fledermäuse, Nischen- und Höhlenbrüter lt. Gutachten


29.01.2023, 07:04

Liebe Unterstützer,

bevor das Straßenbauamt Schwerin (SBA) mit irgendwelchen Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Stove beginnen kann, muss eine andere Landesbehörde – die Planfeststellungsbehörde – die Genehmigung der Pläne erteilen. Zwar gibt es auch in diesem Planfeststellungsverfahren noch die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung aber dafür ist es dann meist schon zu spät. Die Planungen sind dann bereits abgeschlossen und die Bereitschaft des Bauherrn, sich kurz vor der Genehmigung noch auf Änderungen oder alternative Planungen einzulassen, ist gering.

Das SBA führt daher lobenswerterweise freiwillig eine frühe Öffentlichkeitsbeteiligung durch – ein Instrument der Bürgerbeteiligung, wobei die Bürger frühzeitig in die Planung von Großprojekten einbezogen werden, um spätere Proteste zu vermeiden. Durch Transparenz und Beteiligung soll mehr Akzeptanz für das Ergebnis der Planungen erzielt werden.

Noch befindet sich das Straßenbauvorhaben Stove im Stadium dieser frühen Öffentlichkeitsbeteiligung.

Viele von Euch haben sich beteiligt und vor ungefähr einem Jahr – nach der öffentlichen Planauslegung – persönliche Einwendungen an das SBA gerichtet oder unsere Sammeleinwendung unterschrieben. Herzlichen Dank nochmal dafür!

Nun hat sich das SBA entschieden, allen uns bekannten Einsendern von persönlichen Einwendungen eine identische Antwort auf die Einwendungen zukommen zu lassen: „Vielen Dank für Ihre Anregungen und Hinweise. Wir werden Ihre Hinweise ggf. im weiteren Verfahren berücksichtigen.“

Die lapidare Standardantwort hat bei vielen zu Kopfschütteln geführt. Fragt Ihr Euch auch, wie das Straßenbauamt gedenkt, auf Eure Argumente einzugehen? (Dann bitte ggf. beim SBA deswegen nachhaken, danke!)

Wir haben in unserer 17seitigen Einwendung als Bürgerinitiative umfassend auf Probleme der jetzigen Planung hingewiesen und unsere Sicht begründet und bisher keine Antwort darauf erhalten: die katastrophalen Auswirkungen auf die historische Dorfansicht und die angrenzende Landschaft, die Pflanzen- und Tierwelt, auf die Überdimensionierung auch finanziell, den sich verschärfenden Sicherheitsaspekt durch steigende Fahrgeschwindigkeiten, das ungelöste Problem des durchgängigen Gehweges, den gesetzlichen Alleenschutz usw. usf.

Zwar hat das SBA als Initiator der Öffentlichkeitsbeteiligung eigenverantwortlich zu entscheiden, wie der Beteiligungsprozess im Einzelnen gestaltet wird. Es muss aber auch bereit sein, die Argumente anderer Positionen wirklich anzuhören und sie offen zu diskutieren!

Pro forma-Antworten erzeugen kein Vertrauen, welches für eine gute Beteiligung nötig wäre. Dafür braucht der Bürger das Gefühl, mehr Gehör zu finden. Gute Bürgerbeteiligung ist schwer – und funktioniert nur, wenn der echte Wille und der Gestaltungsspielraum dafür vorhanden sind!

Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass das SBA die Chancen der Bürgerbeteiligung nutzt und mit deren Hilfe eine bessere Lösung – ökonomisch sinnvoll, ökologisch tragfähig und sozial verantwortungsvoll – herbeiführt.

Danke, dass Ihr das Geschehen um die Stover Linden weiterhin interessiert verfolgt! Auch wenn der Lesestoff manchmal sehr trocken und bürokratisch daherkommt und wenig mit dem bald wieder sprießenden Grün unserer schönen Baumallee zu tun zu haben scheint.

Viele Grüße von Cordula Rilke


20.11.2022, 05:39

Liebe Unterstützer,

im Mai 2022, beim Ortstermin des Landtagspetitionsausschusses in Stove hatte uns das Straßenbauamt Schwerin (SBA) die aktive Mitarbeit an der Lösungssuche angeboten. Ein bisschen gespannt auf das Wie und Ob waren wir seitdem schon.

Eingeladen wurden wir und Vertreter der Gemeinde diese Woche zu einem Gespräch in das SBA: Unsere alternative Planungsidee und die von der Gemeindevertretung vorgebrachten Verbesserungsvorschläge seien geprüft worden und das Ergebnis sowie der weitere Ablauf der Planung möchten nun besprochen werden.

In Anwesenheit von Frau Laube aus dem Wirtschaftsministerium sowie zahlreicher Vertreter des SBA mit verschiedenen Zuständigkeiten, dem ausführenden Planungsbüro und der Abordnung der Gemeindevertretung bekamen wir dann einen Einblick in die Denkweise des SBA.

Eine Neuigkeit bestand darin, dass das Planungsbüro im Auftrag des SBA unsere Skizze, unsere alternative Idee wie eine richtige Straßenbauplanung vollendet zu Papier gebracht hatte. Wer meint, das sei doch super! ...

Man muss dazu sagen, wäre es machbar, würden wir gern eine komplette Straßenbauplanung einbringen. Das ist aber nicht möglich, wäre wenig respektvoll gegenüber dem SBA und ist sicher auch nicht dessen Erwartung. Uns stehen weder genügend Daten noch andere Voraussetzungen zur Verfügung.

Aber wir haben mit Hilfe einer Landschaftsarchitektin planerisch aufgezeigt, wie man es schaffen könnte, die Straße auf ihrer jetzigen Breite zu erneuern, den Gehweg hinter den Bäumen durch den ganzen Ort zu verlegen (statt mittendrin unterbrochen) und damit voraussichtlich alle Bäume zu erhalten. Nun bestünde noch die Aufgabe, diese Idee den Gegebenheiten vor Ort anzupassen.

Die für das SBA obligatorischen „Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen - RASt 06“ haben wir bei unseren Überlegungen bewusst etwas links liegen lassen.

Natürlich halten wir uns gern ans Gesetz. Aber genau das ist eine Richtlinie nicht! Eine Richtlinie gibt Empfehlungen und ist den Gesetzen untergeordnet. Gesetzlicher Alleenschutz und Denkmalschutz müssen eingehalten werden!

Aber so nicht mit dem Straßenbauamt Schwerin!

Das SBA stellte in dem Termin eindeutig klar: Es wird keine Planungsarbeit in eine Straßenausbauvariante ohne Einhaltung der RASt 06 investieren oder bei der Planfeststellungsbehörde einreichen.

Unsere Idee wurde als „Variante 4“ digital plattgemacht und kurzerhand der RASt 06 angepasst – statt sich vor Ort kreativ entwickeln zu können. In unserer Skizze waren ja Ecken und Kanten im Straßenverlauf, wo keine hingehören und viele Maße mussten dringend „berichtigt“ werden. Ein Gehweg darf z.B. nicht nur 2 Meter breit sein, auch nicht ausnahmsweise, wenn die Richtlinie 2,30 Meter empfiehlt.

Nachdem man so Straße, Gehweg, Verkehrsinseln und Haltebuchten in Variante 4 richtliniengemäß auf Normgröße gebracht hatte, was durch die Vergrößerung/Verbreiterung automatisch einen größeren Platzbedarf zur Folge hat, ergab die Zählung eine Steigerung der von Fällung bedrohten Alleebäume: 53 Alleebäume, mehr als doppelt so viele wie bisher.

Sorry, aber DAS ist nicht UNSERE Idee!

Wir plädieren nämlich für eine individuelle Lösung, angepasst an die besonderen Bedürfnisse der Ortsdurchfahrt Stove. Sensibel und liebevoll gegenüber Idylle und Mensch, Tier und Pflanze und verantwortungsvoll gegenüber den Menschen der Zukunft.

Variante 4 wird nun ihren weiteren Weg gehen, das SBA lässt sie Einzug halten in die weiteren Planungen, so wie sie jetzt ist. Zum Zeichen unserer Mitwirkung als Idee der Bürgerinitiative Stoverlinden. Sie wird keine Akzeptanz finden, wie auch.

Den Forderungen der Gemeindevertretung, den Befürwortern der Ausbauvariante erging es nicht viel besser:
1. Bauwerke zur Geschwindigkeitsbegrenzung an den Ortseingängen werden nicht empfohlen, da gut auf Sicht gefahren werden kann.
2. Für den dringend gewünschten Zebrastreifen im Kreuzungsbereich Molzahner Str. ist nicht das SBA sondern die Verkehrsbehörde zuständig (Erfolg nach früheren Aussagen eher fraglich).
3. Das SBA wird versuchen, eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h für den ganzen Ort Stove zu ermöglichen, der Erfolg ist unsicher.

Wer sich nach dem langen Text noch fragt, wie es weitergeht:

Vereinbart wurde ein weiteres Treffen Anfang des neuen Jahres im SBA, nachdem ein aktuelles Baumgutachten vorliegt.

Das Baumgutachten wurde bei einem renommierten Institut für jeden einzelnen Baum in Auftrag gegeben und das war für mich die gute Nachricht des Tages!

Viele Grüße von Cordula Rilke


08.10.2022, 05:35

Liebe Unterstützer,

gute Neuigkeiten für unsere Linden!

Noch vor 150 Jahren prägten zahlreiche Wind- und Wassermühlen das Landschaftsbild hierzulande. Nahezu jedes Dorf hatte seine Mühle, bis viele dieser imposanten Bauwerke aus einer vergangenen Zeit dem aufkommenden Fortschritt weichen mussten.

Heute leisten die noch erhaltenen Mühlen einen wichtigen Beitrag zum Tourismus – viele dienen den Menschen als urige Ferienwohnungen oder Gaststätten, verrichten als technische Denkmäler ihren Dienst und zeugen von der Mühlengeschichte.

Die denkmalgeschützte Wassermühle in Stove wurde erstmals 1377 erwähnt und ist als eine der letzten immer noch in Betrieb! Mitten in Stove gelegen ist der Bereich um die Mühle vielen als besonders idyllisch und dorfbildprägend bekannt, siehe unser erstes Petitionsfoto. Das heutige Foto zeigt die Mühle zusätzlich aus einer anderen Perspektive.

Und jetzt kommt´s:
Die Untere Denkmalschutzbehörde Nordwestmecklenburg teilte mit, dass dieses Denkmal mit der Nummer 1393 in seinem Wert aktualisiert wurde:

Zusätzlich zum Mühlengebäude wurden zwei Nebengebäude, das Mühlenrad, das Wehr und die prägenden landschaftlichen Elemente wie Mühlenteich, Mühlenbach und die Grünflächen mit Baumbestand (u.a. Allee) als Baudenkmal in die Denkmalliste M-V aufgenommen!

Denkmalschutz auch für unsere Allee!! Wir sind begeistert!

Ein weiterer gesetzlicher Schutzstatus zumindest für die Alleebäume am Mühlenteich – zusätzlich zum bestehenden Alleenschutz.

Die Denkmalschutzbehörde weist darauf hin, dass sämtliche Straßenbau-Planungen im Hinblick auf den geänderten Denkmalschutz zu überarbeiten sind.

Diese großartige Nachricht für die Alleebäume, die Nachwelt, für uns und unser Anliegen – eine baumfreundliche Sanierung der Straße in Stove – haben wir direkt an das Straßenbauamt Schwerin und alle Beteiligten zur Beachtung weitergegeben.

Viele Grüße von Cordula Rilke


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