Region: Potsdam

Lieber Naturerhalt statt Asphalt

Petition is addressed to:
Autobahn GmbH

4,145 Signatures

83 %
5,000 for collection target

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  1. Launched 2020
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Petition addressed to: Autobahn GmbH

Für die Dörfer im Potsdamer Norden
Uetz-Paaren, Satzkorn, Kartzow, Marquardt – die Dörfer im Potsdamer Norden sind klein, aber sehr lebendig. In manchen wohnen nur wenig mehr als Hundert Einwohner. Viele Orte erleben jedoch einen regen Zuzug durch junge Familien, die hier leben und sich wohlfühlen. Die Ortsgemeinschaften und regionale Initiativen tun viel für die Entwicklung dieser Orte. Dennoch bleibt Luft nach oben: Es fehlen Spielplätze, regionale Einkaufsmöglichkeiten, Treffpunkte, eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Statt die Region zu fördern, werden großflächige Gewerbegebiete geplant, und nun auch noch eine riesige Raststätte, mit hohen Belastungen während der mehrjährigen Bauphase und unabsehbaren Folgen für die Natur und das Leben in diesen Dörfern. Das empfinden wir als Affront.
Wir meinen: Der Potsdamer Norden und seine Menschen verdienen Beachtung durch die Politik! Eine riesige Raststätte brauchen wir nicht!

Reason

Gegen den Asphalt, für freie Böden
Die Äcker im Potsdamer Norden sollen frei bleiben!
Die Bundesregierung hat sich in ihrer Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie zum Ziel gesetzt, deutschlandweit täglich nicht mehr als 30 Hektar Fläche neu zu versiegeln. Dieses Ziel wird nicht erreicht: Aktuell wird in Deutschland fast die doppelte Fläche neu versiegelt. Am 14. Juli 2020 rief der Nabu den „30-Hektar-Tag“ aus: An diesem Tag war das Jahresmaximum an neu versiegelter Fläche bereits verbraucht. Brandenburg verliert pro Tag etwa 6 Hektar, die der Landwirtschaft und dem Naturraum schmerzhaft fehlen. Die vor unserer Haustür geplante Raststätte soll rund 30 Hektar umfassen – und dass in einem Gebiet, in dem es bisher noch wertvolle Natur gibt.
Wir meinen: Solche Raststätten gehören, wenn sie wirklich gebraucht werden, auf bereits versiegelte Flächen. Unser Naturraum im Potsdamer Norden soll davon frei bleiben!
Gegen die Lichtverschmutzung, für die Nacht
Wenn in Paaren die Sonne untergeht, dann wird es wirklich Nacht.
Gerade einmal rund 20 funzelige kleine Straßenlaternen beleuchten die Straßen des Dorfes. Auf manchen Wegen schreitet man Hunderte Meter durch tiefe Dunkelheit. In Vollmondnächten werfen Häuser und Bäume lange Schatten und man kann im blauweißen Licht des Himmelskörpers draußen spazieren gehen. Im Dorf und den Wäldern sind Nachtfalter unterwegs und Fledermäuse jagen über die Wiesen. Welche Auswirkungen eine hell strahlende Lichtquelle die dunklen Nächte in dieser Region für Natur und Tiere haben würde, kann man sich leicht ausmalen. Wer bei uns im Sommer nachts ein Fester offenstehen lässt, merkt schnell: Eine beeindruckende Vielfalt nachtaktiver Insekten wird vom Licht angezogen und verirrt sich ins Haus.
Was für ein kostbares Gut die Nacht für den Naturschutz bedeutet, wird immer deutlicher. Auf Insekten haben die Straßenlaternen einen „Staubsaugereffekt“. Die Tiere werden von den Lichtquellen angezogen und taumeln sich unter den Lichtern desorientiert zu Tode. Zugvögel kommen von ihrer Flugbahn ab und prallen noch einen Kilometer nach der Lichtquelle gegen eigentlich gut sichtbare Hindernisse. Gegen die Naturzerstörung, für unsere Tiere und Pflanzen
Der Potsdamer Norden ist ein Hotspot für seltene Pflanzen und Tiere. Grund dafür sind die alten Obstwiesen des Havellandes, die seit der Wende nicht mehr genutzt werden. Diese Obstwiesen bilden ein Netzwerk aus Biotopen, in denen sich seltene Vogelarten wie Neuntöter und Wiedehopf tummeln. Auf feuchten Wiesen nahe an der Autobahn brüten Kiebitze – eine Vogelart, die seit 1980 mehr als 90 % ihres Bestandes verloren hat und daher streng geschützt ist. Auf den Strommasten nisten Fischadler. Gleich mehrere Paare brüten hier im Umland. In den verwunschenen Robinienwäldern kann man vom späten Frühjahr bis zum Sommer den tropisch anmutenden Ruf des Pirols hören – ein starengroßer, durch seine knallgelbe Farbe unverkennbarer Vogel. Die alten Obstwiesen liegen in der Nähe des FFH-Vogelschutzgebietes Döberitzer Heide und bilden mit dieser einen Naturraum.
Wir meinen: Havelseen sollten aus Wasser bestehen, nicht aus Beton. Wir fordern den Erhalt des Naturraumes Potsdamer Norden, den großräumigen Schutz der alten Obstwiesen und den Erhalt der seltenen Tierarten. Eine Raststätte würde diese Vielfalt unwiderruflich vernichten!
Gegen Emissionen, für ein lebenswertes Leben hier und in der Welt
Klar brauchen LKW-Fahrer Stellplätze, damit sie ihre Pausenzeiten einhalten können. Aber eine so große und moderne Rastanlage fördert wiederum den LKW-Verkehr! Zunehmender LKW-Verkehr verursacht Lärm, Abgase und Feinstaub! In Zeiten, in denen auch die Politik erkannt hat, dass der Klimawandel nur durch drastische Maßnahmen aufgehalten werden kann (z.B. Ausruf des Klimanotstandes und Ziel der Verkehrswende) müssen nachhaltige Lösungen her! Eine riesige Rastanlage gehört sicher nicht dazu!

Thank you so much for your support, Bürgerinitiative Potsdamer Norden, Potsdam
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Petition details

Petition started: 18 Oct 2020
Collection ends: 12/31/2026
Region: Potsdam
Topic: Environment

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News


  • TR „Havelseen“ droht real zu werden!

    Werft einen Blick auf unsere Heimat.
    Jetzt stellt euch vor, davon sind 30 ha mit einer riesigen Tank- und Rastanlage zugepflastert.

    Die Befürchtungen werden wieder konkreter: Die Autobahn GmbH bereitet neue Pläne für das Planfeststellungsverfahren vor. Das bedeutet für uns: Das gesamte Einwendungsverfahren startet noch einmal neu!

    Alles, was wir 2021 mit euren Einwendungen gemeinsam erreicht haben, geht jetzt in die nächste Runde.
    Wir brauchen euren Einsatz erneut!
    Folgt uns, um keine Fristen zu verpassen. Bei Facebook und Instagramm BI Potsdamer Norden.

    Foto: Detlef Mohr

  • Hallo an alle Unterstützer und Unterstützerinnen unserer Petition,

    wir konnten die Petition noch einmal verlängern (bis 30.04.2025). Jetzt müssen wir noch mal alles geben! Der Abstand zu 4.000 Unterschriften ist nur noch klein.
    5.000 Unterschriften werden die Autobahn GmbH noch mehr beeindrucken. Nach oben gibt es keine Grenze. Bitte teilen Sie diese Petition.
    Helfen Sie uns, damit diese Tank- und Rastanlage nicht gebaut wird. Erhalten wir uns die Natur des Potsdamer Nordens!

    Danke für jede Unterschrift!

    BI Potsdamer Norden

Zwischen zwei Vogelschutzgebieten soll eine riesige Rastanlage entstehen, die eventuell in Zukunft noch erweitert werden soll. Ca. 30 Hektar wertvoller Ackerboden sollen dafür versiegelt werden, der für die Landwirtschaft mit über 50 Bodenpunkten sehr wertvoll ist. Und das in einer Zeit, in der Dürreperioden immer mehr zunehmen. Dabei werden Schutzgüter wie Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser und Atmosphäre nicht berücksichtigt. Die negativen Synergieeffekte werden außer Acht gelasen! Diese riesigen Ausmaße sind wohl kaum mit dem Bau eines Einfamilienhauses zu vergleichen.

Es fehlen über 31.000 Rastplätze an den Autobahnen und unter dem Mangel leiden die, die uns täglich mit allem Versorgen, was wir brauchen, die LKW-Fahrer. Der Bau von Raststätten muss daher erfolgen.

Why people sign

Ich liebe die Natur anstatt Asphalt

Natur ist wichtiger als Asphalt

Es werden unzählige Tiere vertrieben, getötet, die ruhe wird vernichtet und warum nicht altes erneuern

Bin Geomantin

Natur pur wo es geht ist die Devise

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