Wir fordern eine Neubewertung des Straßenbauvorhabens OW1/L486n und die Aufhebung des Planfeststellungsverfahrens aufgrund der dramatischen Situation des Artensterbens!

Wir fordern eine Neudefinition des Begriffs „Übergeordnetes öffentliches Interesse“ vor dem Hintergrund des aktuellen Artensterbens!

Für die uns nachfolgenden Generationen ist der Erhalt und Schutz funktionierender Ökosysteme wichtiger als Straßen, sie sind von wahrhaft übergeordneter Bedeutung!

https://rettet-die-binnenheide.de/

Reason

Gemeinsam retten wir die Binnenheide!

Die aus Natur- und Umweltschutzgründen seit Jahrzehnten auf Eis gelegte Umgehungsstraße OW1 - https://www.ow1aktuell.info/ - soll nun doch gebaut werden - mitten durch ein Naturschutzgebiet, einen bisher unzerschnittenen Natura2000 Feuchtgebiet - Biotopverbund und mehrere Fauna-Flora-Habitat - Schutzgebiete bei Kevelaer: seltene Habitate von Kiebitz, Waldkauz, etlichen Fledermausarten und Rote-Liste-Tierarten sind von der Zerschneidung ihres Lebensraumes bedroht.

Und das in Zeiten eines Artensterbens unfassbar dramatischen Ausmaßes!

Unsere eigene Obere Umweltschutzbehörde spricht sich dagegen aus! Der Bau der Trasse soll dennoch aus wirtschaftlichen Interessen erfolgen, trotz der enormen Naturzerstörung, Flächenversiegelung wertvollster Ackerböden und dem Verlust des schönsten und letzten unversehrten Naherholungsgebietes bei Kevelaer.

Unsere Bürgerinitiative „Rettet die Binnenheide“ ist der Meinung, die Verkehrsproblematik kann mit dem bestehenden Straßennetz ausreichend gelöst werden: Wir können und dürfen nicht immer mehr Natur opfern, das Artensterben findet hier und jetzt, vor unseren Augen statt und auf der Liste der bedrohten Arten stehen unsere eigenen Enkel! Wir unterstützen mit unserer Initiative aktuell solidarisch Kläger vor Gericht, die es alleine nicht schaffen würden - mit dieser Petition, mit Informationskampagnen und mit einem Klagefonds: https://rettet-die-binnenheide.de/klagefonds/

Mit der OW1 kommt eine massive Zunahme von LKW – Transitverkehr, ein großes Industriegebiet soll noch erweitert werden, die Summationswirkung aller Konsequenzen, die die Straße nach sich ziehen würde - siehe https://www.ow1aktuell.info/ - bedeutet eine deutliche Verschlechterung der Lebensqualität und Verlust an den so wertvoll gewordenen Lebens-, Rückzugs-, Ruhe- und Erholungsräumen auch für viele Menschen. Nebenbei beerdigen wir damit den Tourismus hier vor Ort, die Stadt Kevelaer wird wie ein Logistikzentrum mit Industriegebiet wirken vor ausgeräumter Landschaft...

Die OW1 ist keine nachhaltige und zeitgemäße Lösung!

Wieviel wird die OW1 kosten? 20 – 40 Millionen Euro! Wir wenden enorme politische Energie, Manpower und finanzielle Mittel für altmodische Verkehrskonzepte auf, deren erhoffte Entlastungseffekte nach 2-5 Jahren spätestens wieder verpufft sein werden. Stichwort: Freie Fahrt zum Stau auf der Autobahn!

Mit dieser enormen Summe sollten wir besser nachhaltige, zukunftsfähige Mobilitätskonzepte finanzieren, die auch der demografischen Entwicklung gerecht werden.

Was die versprochene Entlastungswirkung für die Anwohner der Rheinstraße und von Winnekendonk angeht: Der LKW Verkehr kann und sollte über andere, bereits vorhandene Strecken geführt werden, diese könnten mit wesentlich geringerem Aufwand ertüchtigt werden - es werden durch den Bau der OW1 ja wieder Menschen betroffen sein, daher die Forderung: Schwerkraftverkehr raus aus den Ortsdurchfahrten, den Verkehr dort konsequent beruhigen, Fußgänger und Radfahrer haben Vorrang: Die Niederlande machen es vor!

Der einzige Grund, warum die OW1 durch diese ganzen Schutzgebiete gebaut werden kann, sei das vorgebliche „Übergeordnete öffentliche Interesse“.

Wir fordern eine Neudefinition des Begriffs „Übergeordnetes öffentliches Interesse“ vor dem Hintergrund des aktuellen Artensterbens!

Für die uns nachfolgenden Generationen ist der Erhalt und Schutz funktionierender Ökosysteme wichtiger als Straßen!

https://rettet-die-binnenheide.de/

Thank you for your support, Claudia Blauert from Kevelaer
Question to the initiator

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contra

Ich unterstütze die Petition zum Naturschutz gern- würde man sich wie anderenorts auf einen Tunnel einigen, um die Landschaft an der Oberfläche in Ruhe zu lassen. Trotzdem kann man zugleich das ÖPNV- Angebot verbessern. Beides- eine vernünftig gelöste Umgehung und ein effizienter ÖV funktionieren in der Schweiz gut. Ergebnis: Hohe Entlastung von Orts- und Stadtzentren, hohe Lebensqualität durch wenig Individualverkehr innerorts.

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