Region: Mainz
Kultur

Für den Erhalt der Mainzer Steinhalle als museale Präsentationsfläche des LM Mainz

Petition richtet sich an
Mainzer Landtag
5.099 Unterstützende 1.670 in Mainz
93% von 1.800 für Quorum
  1. Gestartet 29.04.2021
  2. Sammlung noch 9 Tage
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Der Petent kann meinen Namen und Ort einsehen und an den Petitionsempfänger weiterleiten. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Die Römische Steinhalle in Mainz ist eine der wichtisten Sammlungen lateinischer Inschriften aus der Antike in ganz Europa. Die Steinhalle war in den letzten 5 Jahre weitgehend leergeräumt, so dass dort das Parlament von Rheinland-Pfalz tagen konnte, solange der Plenarsaal umgebaut wurde. Jetzt sollte dies zurückgebaut werden. Der Mainzer Landtagspräsident aber will die Steinhalle nicht mehr als einmalige Ausstellungsfläche römischer Inschriften zurückgeben, sondern - statt in großer Zahl Inschriften zu präsentieren - ein "Demokratieforum" einrichten (es berichtete u.a. die FAZ am 21.4.2021, ferner Mainz& am 22.4.2021.

Die Mainzer Steinhalle ist nicht der richtige Ort für ein "Reallabor Demokratie", weder als Gebäude des ehemaligen kurfürstlichen Marstalls, noch im Umgeben mit Objekten aus einer Epoche, die nicht zur Intention, "einen Raum, der die moderne parlamentarische Demokratie für alle Altersgruppen erfahr- und begreifbar" zu machen, passen. https://www.landtag.rlp.de/de/aktuelles/detail/news/detail/News/landesmuseum-mainz-neue-kulturelle-und-politische-landmarke/-/-/

Mainz verfügt mit dem Schloss, in dem 1792/93 der Mainzer Jakobinerclub tagte und dem Deutschhaus, dem Sitz des rheinland-pfälzischen Parlaments, sehr wohl über passende Orte, die zudem den nötigen Freiraum bieten. Gegenüber der Mainzer Steinhalle wurde zudem vor wenigen Jahren das „Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz“ (https://www.haus-des-erinnerns-mainz.de/) eingerichtet.

Begründung

Die epigraphische Welt und die gesamten Altertumswissenschaften verlieren mit der Umwidmung der Mainzer Steinhalle ein zentrales Wissenslabor, einen Ort der Nachwuchsausbildung und der Zukunftsförderung, ferner ein wichtiges Schaufenster in unmittelbare antike Lebenswelten und Diversitäten. Es gibt nördlich der Alpen keine vergleichbare Präsentation lateinischer Inschriften.

Mainz verschwindet mit den Planungen des Landtags aus der Wahrnehmung eines ganzen Wissenschaftszweiges.

Es wird keine Exkursionen von Archäologen und Historikern aus Deutschland und dem Ausland mehr in das Landesmuseum geben, denn die Steinhalle ist dessen Herzstück. Sie ist von internationalem Rang und wird dies ausschließlich in der ehemaligen Form, nämlich der Präsentation einer überwältigend großen Zahl unmittelbarer Zeugnisse antiker Menschen, bleiben. Die Reduktion auf "kulturelle Highlights" verkennt den Aussagewert 2000 Jahre alter Grabinschriften, von Ehrungen für Götter, von Bauinschriften etc. Allein die Vielfalt und Vielzahl nimmt den Besucher ein, zeigt ihm die Parallelen und Unterschiede zur heutigen Welt. Nur die Diversität der antiken Zeugnisse vermittelt einen wirklichen, differenzierten Einblick in das Leben vor 2000 Jahren, informiert umfassend und lässt Antike nicht zu einer reduzierten Schaubühne, einer Kulisse ohne Inhalt und Wert werden.

Mit einer Umwidmung der Mainzer Steinhalle verliert das Mainzer Landesmuseum, die Stadt Mainz, ein identifikatives Alleinstellungsmerkmal.

Nicht viele europäische Städte waren bereits vor 2000 Jahren Hauptstadt und sind es noch heute - und noch weniger von ihnen haben einen derart reichen Schatz von Zeugnissen vorzuweisen, in denen man noch heute "normalen" antiken Menschen so nahe kommt, wie Mainz mit seiner Steinhalle.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Dr. Ulrike Ehmig aus Leipzig
Frage an den Initiator

Neuigkeiten

  • ... unterstützen die Petition für den Erhalt der Steinhalle im LM Mainz als alleinige Ausstellungsfläche für die römischen Altertümer der Stadt und gegen den Verbleib eines 35 Jahre alten und mit dem Rückzug des Landtags in sein saniertes Gebäude überflüssig gewordenen Parlamentsgestühls. - Wenn man mit diesem Rund die 1987 darin erkannte "Parlamentsreform" erklären möchte, dann muss dies an einem passenden anderen Ort in Mainz geschehen.

  • In ihrem Aritkel "Steinhalle geht in Oberhoheit der GDKE zurück, Hering hält aber an Demokratielabor fest – Mainzer Altstadt-CDU schlägt Schloss vor" schreibt die Online Zeitung Mainz& am 12.6.2021 folgendes:

    "zum Erreichen des vorgesehenen Quorums fehlen den Antragstellern aber noch rund 400 Unterschriften von Mainzern – erst dann gilt die Petition als erfolgreich und kann beim Landtag eingereicht werden"

    Dies ist NICHT korrekt! Mit Erreichen des Quorums übernimmt lediglich openPetition das Einreichen und fordert eine Stellungnahme des Adressaten der Petition. Die Peition wird allerdings auch ohne Erreichen des Quorum beim Mainzer Landtag gereicht werden können.

    Dies ist einerseits einfach nachzulesen beim Klick auf das Fragezeichen hinter... weiter

Le Musée de Mayence représente un outil pédagogique remarquable pour l'enseignement de l'histoire de la période romaine en Germanie. Non seulement pour apprendre aux futurs spécialistes la pratique de l'épigraphie latine, mais aussi aux enfants l'histoire de leur ville et de leur région avec des documents exceptionnels. Pendant 20 ans je suis allée de Bruxelles avec mes étudiants travailler dans cette salle unique présentant des documents originaux de toutes catégories (funéraires, militaires, civiles, religieuses, politiques). Je ne peux imaginer qu'elle n'existe plus.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 3 Std.

    Schüler müssen auch weiterhin die Möglichkeit haben diese einzigartigen Exponate zu sehen. Wir brauchen mehr Kultur in Mainz nicht weniger!!@

  • vor 16 Std.

    Erhalt Des Kulturguts

  • vor 16 Std.

    Mainz vernachlässigt seine einzigartige römische Geschichte.

  • vor 20 Std.

    Die Exponate in der Steinhalle sind in Fülle und Qualität einzigartig und für die römische Historie unserer Stadt - und die touristische Attraktivität für Stadt und Region von herausragender Bedeutung.

  • vor 23 Std.

    Temporäre Nutzer einer Immobilie müssen doch nach der Nutzung einen (vorher definierten) Zustand wieder herstellen. Oder gilt das nur für nicht privilegierte Nutzer?

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