Stoppt den Rückbau der Wasserstofftankstellen - Erhalt der H₂-Infrastruktur in Deutschland

Petition richtet sich an
Bundesministerium für Verkehr (BMV), European Commission - Directorate-General for Mobility and Transport (DG MOVE), H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG

600 Unterschriften

2 %
574 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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  1. Gestartet Dezember 2025
  2. Sammlung noch > 4 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
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Neuigkeiten

18.12.2025, 18:20

Toyota Deutschland bestätigt in einem persönlichen Gespräch, dass Wasserstoffmobilität weiterhin Teil der Unternehmensstrategie sei - mit einem klaren Schwerpunkt auf Nutzfahrzeugen und einer neuen Brennstoffzellengeneration ab 2028. Der Pkw-Bereich werde perspektivisch nicht ausgeschlossen, sei jedoch aktuell von einer funktionierenden 700-bar-Infrastruktur abhängig.

Gleichzeitig wird eingeräumt, dass die derzeitigen Schließungen von Wasserstofftankstellen für betroffene Nutzerinnen und Nutzer eine reale und nicht beschönigbare Härte darstellen. Die Umsetzung der europäischen AFIR-Ziele wird als langfristiger, finanziell anspruchsvoller Prozess beschrieben.


18.12.2025, 16:46

Stand heute verzeichnet die Petition über 300 Unterstützerinnen und Unterstützer aus ganz Deutschland. Die Auswertung der Kommentare zeigt ein klares, inhaltlich bemerkenswert einheitliches Bild.

Breite gesellschaftliche Basis

Die Stimmen stammen aus allen Regionen Deutschlands - besonders häufig aus Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden- Württemberg, Niedersachsen sowie Sachsen (u. a. Chemnitz). Unter den Unterstützern finden sich private Halter von Brennstoffzellenfahrzeugen, kommunale Anwender, Unternehmer, Beschäftigte der Wasserstoffwirtschaft sowie Wissenschaftler und Verbände.

Zentrale Aussagen aus den Kommentaren

Ohne funktionierende Tankstellen verlieren vorhandene Wasserstofffahrzeuge ihre Nutzbarkeit — trotz technischer Funktionsfähigkeit.

Der Rückbau bestehender Infrastruktur wird als Vertrauensbruch gegenüber privaten und öffentlichen Investitionen empfunden, insbesondere wenn Fördermittel eingesetzt wurden.

Viele Kommentierende widersprechen der häufig genannten Begründung „zu geringe Nachfrage“: Der Abbau der Infrastruktur verhindere Marktentwicklung, statt sie abzubilden.

Breite Zustimmung zur Technologieoffenheit: Batterie- und Wasserstoffmobilität werden nicht als Gegensätze, sondern als sich ergänzende Lösungen gesehen.

Mehrfach wird darauf hingewiesen, dass Kommunen, Entsorgungsbetriebe und Unternehmen Fahrzeuge im Vertrauen auf vorhandene Tankstellen beschafft haben – deren Einsatz nun gefährdet ist.

Bemerkenswert

Auch Unterstützer, die Wasserstoff nicht als Allheilmittel sehen, fordern ausdrücklich den Erhalt bestehender Infrastruktur, um technologische Entwicklung, Praxiserfahrung und Investitionssicherheit nicht zu zerstören.

Zusammengefasst zeigt die Kommentarlage:

NIcht die Wasserstofftechnologie scheitert, sondern die fehlende Verlässlichkeit der Rahmenbedingungen.

Die Kommentare unterstreichen damit den Kern der Petition:

Der vorzeitige Rückbau öffentlich zugänglicher Wasserstofftankstellen sendet ein fatales Signal an Bürger, Kommunen, Wirtschaft und Forschung – und steht im Widerspruch zu erklärten nationalen und europäischen Zielen.

Vielen Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer für die sachlichen, engagierten und fundierten Beiträge. 😊


18.12.2025, 16:16

Der Initiator richtet eine Anfrage an die MorGen Mobility GmbH zum Projekt der geplanten Wasserstofftankstelle am Autohof AUREA (A2, Ausfahrt Herzebrock-Clarholz).

Angefragt werden:

- Stand des Genehmigungsverfahrens,
- geplanter Inbetriebnahmetermin,
- 700-bar-Pkw-Tauglichkeit sowie
- die Möglichkeit einer temporären Übernahme der bestehenden Tankstelle an der Bielefelder Straße (700 & 350 bar)

Eine Rückmeldung steht aus.


18.12.2025, 16:12

Auf Empfehlung von CINEA richtet der Initiator ein ausführliches Schreiben an die European Commission - Directorate-General for Mobility and Transport (DG MOVE), adressiert an die Generaldirektorin Magda Kopczyńska.

Im Fokus stehen:
- die Kohärenz zwischen Infrastrukturabbau und AFIR-Zielen,
- die Auswirkungen auf kommunale Anwendungen,
- sowie die Frage nach Ubergangslosungen und alternativen Betreiberkonzepten


18.12.2025, 16:08

Die Europäische Forderagentur CINEA teilt mit dass für Wasserstofftankstellen, die im Rahmen des EU-Programms COHRS (Connecting Hydrogen Refuelling Stations) gefordert wurden keine verpflichtende Mindestbetriebsdauer vertraglich festgelegt worden ist.

Das COHRS-Proiekt lief von 2015 bis 2020 und gilt formal als abgeschlossen.

CINEA weist darauf hin. dass neuere EU-Förderprogramme (AFIF) inzwischen eine Mindestbetriebsdauer von fünf Jahren vorsehen, diese Regelung jedoch nicht rückwirkend für ältere Proiekte gelte. Selbst bei Anwendung einer solchen Frist wäre ein Betrieb höchstens bis zum 31.12.2025 erforderlich gewesen.

Zur politischen Bewertung des großflächigen Rückbaus bestehender Infrastruktur sieht sich CINEA nicht zuständig und verweist ausdrücklich an die EU-Generaldirektion für Mobilität und Verkehr (DG MOVE).


18.12.2025, 15:56

Im Fall Siegen wird bekannt, dass eine zuvor stillgelegte Wasserstofftankstelle von einem neuen Betreiber (CE-Station GmbH) übernommen wird und eine Wiederinbetriebnahme stattgefunden hat.

Der Fall zeigt, dass Alternativen zum vollständigen Rückbau möglich sind. Glückwunsch nach Siegen!


18.12.2025, 15:48

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück teilt mit, dass sie weder an der Antragstellung noch am Betrieb der Wasserstofftankstelle an der Bielefelder Straße beteiligt sei.

Der Stadt lägen keine Informationen zu Zweckbindungsfristen oder Förderbedingungen der EU-Kofinanzierung vor. Eine direkte Entscheidungs- oder Einflussmöglichkeit auf die Schließung bestehe nicht.

Als mögliche Alternative verweist die Stadt auf eine geplante Wasserstofftankstelle am Autohof AUREA (Nähe Autobahn A2, Ausfahrt Herzebrock-Ckarholz), die sich derzeit im Genehmigungsverfahren befindet. Ob und wann diese Anlage realisiert wird, wann sie betriebsbereit sein wird und ob eine 700-bar-Betankung für Pkw vorgesehen ist, bleibt offen.


18.12.2025, 15:42

Der Initiator versendet ein ausführliches politisches Schreiben an das Bundesministerium für Verkehr (BMV) sowie parallel an die EU-Förderagentur CINEA (zweites Schreiben).

Darin werden unter anderem thematisiert:

- der fortschreitende Rückbau der Infrastruktur,
- die Auswirkungen auf private und kommunale Nutzer sowie
- mögliche Widersprüche zu Nationaler Wasserstoffstrategie und EU-AFIR-Verordnung.

Beide Schreiben zielen ausdrücklich auf eine politische Einordnung, nicht auf eine formale Förderprüfung.


18.12.2025, 15:38

Der Initiator wendet sich schriftlich an die H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG und fordert ein Moratorium für den weiteren Rückbau öffentlich zugänglicher Wasserstofftankstellen.

Gefordert wird insbesondere:
- ein vorläufiger Stopp weiterer Schließungen,
- Transparenz über Entscheidungsgrundlagen,
- sowie die Prüfung von Übergangs-oder Betreiberlösungen, bis eine politische Gesamtbewertung erfolgt ist.

Eine inhaltliche Antwort liegt bislang nicht vor.



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