Stoppt den Rückbau der Wasserstofftankstellen - Erhalt der H₂-Infrastruktur in Deutschland

Petition richtet sich an
Bundesministerium für Verkehr (BMV), European Commission - Directorate-General for Mobility and Transport (DG MOVE), H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG

600 Unterschriften

2 %
574 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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  1. Gestartet Dezember 2025
  2. Sammlung noch > 4 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten


03.01.2026, 10:13

BMWs Entwicklungsvorstand Dr. Joachim Post hat im Interview mit auto motor und sport (veröffentlicht am 31.12.2025) bekräftigt, dass BMW an der Brennstoffzelle festhält und für 2028 ein Serienmodell plant: „Wir werden 2028 den BMW X5 mit Brennstoffzellen-Technologie bringen.“

Post begründet dies mit Technologieoffenheit: „Unserer Ansicht nach ist mehr als eine Technologie nötig, um den Verkehr zu dekarbonisieren.“ Zugleich verbindet BMW diese Perspektive ausdrücklich mit dem Infrastrukturausbau: „Die Infrastruktur wird entsprechend wachsen, und wir wollen dann ein entsprechendes Angebot bereithalten.“

Für unsere Petition ist das ein wichtiges Signal: Wenn Hersteller ihre Produktplanung bereits konkret in Richtung Brennstoffzelle ausrichten, ist die Phase bis 2028/2030 entscheidend. Ein massiver Rückbau öffentlich zugänglicher H₂-Tankstellen in Deutschland untergräbt jedoch genau diese Übergangsphase – und zerstört Planbarkeit sowie Vertrauen von Nutzern, Kommunen und Unternehmen.

Quelle: Interview mit Dr. Joachim Post. auto motor und sport, „Kostenparität bei Verbrenner und E-Auto dauert“ (veröffentlicht am 31.12.2025)


03.01.2026, 07:30

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

ich wünsche Ihnen allen ein frohes, gesundes Jahr 2026. Leider ist zum Jahreswechsel die jüngste Schließungswelle Realität geworden: Viele Wasserstofftankstellen sind vom Netz – und in mehreren Regionen fehlt damit die verlässliche H₂-Versorgung.

Trotzdem: Die Hoffnung ist nicht erloschen. An vielen Standorten stehen die Anlagen noch vor Ort, und das Beispiel Siegen zeigt, dass eine Stilllegung nicht zwingend das Ende sein muss, wenn Übergangslösungen oder ein Betreiberwechsel möglich werden.

Ich habe in den vergangenen Wochen Landes- und Bundesministerien sowie Betreiber angeschrieben und die EU-Ebene eingebunden, um Transparenz zu Stilllegungsgründen und die Prüfung praktikabler Alternativen anzustoßen. Zusätzlich versuche ich, eine parlamentarische Kleine Anfrage auf den Weg zu bringen, damit belastbare, öffentliche Antworten entstehen.

Nun benötige ich Ihre Unterstützung: Machen Sie die Folgen sichtbar.

Bitte senden Sie mir

- ein Foto eines geschlossenen Standorts (oder Ihres Fahrzeugs),
- Ort + Datum,
- und 2–3 Sätze, was die Schließung konkret für Sie bedeutet (Umwege, Mehrkosten, Fahrzeug steht, Projekt gefährdet).

E-Mail: frank@initiative-h2-infrastruktur-deutschland.de

Je mehr nachvollziehbare Fälle wir sammeln, desto stärker wird der Druck, Übergangslösungen ernsthaft zu prüfen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Beste Grüße

Frank Stuckstedte


29.12.2025, 13:21

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat auf unsere Anfrage zur Schließung öffentlich geförderter Wasserstofftankstellen geantwortet. In dem Schreiben bestätigt das Ministerium, dass der Rückbau bestehender Standorte derzeit nicht verhindert wird und im Verantwortungsbereich der Betreiber liege.
Zugleich verweist das Ministerium darauf, dass viele der bestehenden Tankstellen ursprünglich als Demonstrationsprojekte errichtet worden seien und wirtschaftliche Entscheidungen über deren Weiterbetrieb allein bei den Betreibern lägen. Die Schließungen würden daher als unternehmerische Entscheidung bewertet.

Gleichzeitig stellt das BMV in Aussicht, dass künftig neue, leistungsfähigere Wasserstofftankstellen entstehen sollen - insbesondere mit höherer Tageskapazität und stärkerem Fokus auf Nutzfahrzeuge. Genannt werden unter anderem Standorte in Essen, Duisburg und Rheda-Wiedenbrück sowie weitere Neubauten in Planung.

Faktisch bedeutet dies jedoch: Bestehende Infrastruktur wird derzeit zurückgebaut - während der versprochene Ausbau erst in der Zukunft liegt.

Aus Sicht der Initiative bleibt damit ein zentrales Problem bestehen: Der Rückbau erfolgt jetzt, während Verlässlichkeit, Planungssicherheit und konkrete Übergangslösungen fehlen. Gerade für Nutzerinnen und Nutzer von Wasserstofffahrzeugen sowie für Kommunen und Unternehmen entsteht so eine erhebliche Lücke zwischen politischem Anspruch und praktischer Realität.

Die Initiative wird daher weiter darauf drängen, dass:

- der Rückbau öffentlich geförderter Tankstellen gestoppt oder zumindest ausgesetzt wird,
- bestehende Standorte nicht vorschnell aufgegeben werden und
- der Ausbau nicht nur angekündigt, sondern verbindlich abgesichert wird.

Die vollständige Antwort des Bundesverkehrsministeriums haben wir dokumentiert und fließen lassen in unsere weiteren politischen Gespräche.


29.12.2025, 12:32

Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen hat auf unsere Petition reagiert und bestätigt, dass es bereits im Austausch mit der H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG steht.

Nach Angaben des Ministeriums werden aktuell mehrere Wasserstofftankstellen zurückgebaut, da sie aus Sicht des Betreibers nicht mehr wirtschaftlich oder technisch geeignet seien. Gleichzeitig wird auf den geplanten Neubau einer leistungsfähigeren Wasserstofftankstelle in Langenhagen verwiesen.

Positiv ist:
- Unsere Petition wird ausdrücklich ernst genommen.
- Sie soll in die weiteren Gespräche zur Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur einfließen.
- Zudem wird sie im Newsletter zur Norddeutschen Wasserstoffstrategie aufgegriffen.

Gleichzeitig zeigt die Antwort aber auch das zentrale Problem:
Der Rückbau bestehender, öffentlich geförderter Infrastruktur erfolgt weiterhin, obwohl Bund und Länder den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft offiziell vorantreiben.

Ein Blick in die aktuelle Wasserstoff-Broschüre des Landes Niedersachsen bestätigt: Dort wird der Ausbau von Wasserstoffproduktion, Infrastruktur und Mobilität ausdrücklich als strategisches Ziel benannt - genau hier entsteht nun ein offensichtlicher Widerspruch zwischen Anspruch und Realität.

Unsere Initiative bleibt deshalb dran. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass bestehende Wasserstofftankstellen nicht vorschnell aufgegeben werden und politische Verantwortung für die getätigten Investitionen übernommen wird.


26.12.2025, 02:39

Dokument anzeigen

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

ich möchte die ruhigen Tage zwischen den Jahren nutzen, um mich ganz herzlich bei Ihnen zu bedanken.

Dank Ihrer Unterstützung hat die Petition „Stoppt den Rückbau der Wasserstofftankstellen - Erhalt der H2-Infrastruktur in Deutschland“ in den vergangenen Wochen viel Aufmerksamkeit erhalten - in den Medien, in der Politik und in der Fachöffentlichkeit.

Gerade in diesen Tagen zeigt sich, wie wichtig öffentlicher Rückhalt ist:
Während europaweit der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur gefordert wird, werden in Deutschland weiterhin funktionierende, öffentlich geförderte Tankstellen zurückgebaut. Dieses Spannungsfeld haben wir gemeinsam sichtbar gemacht - sachlich, fundiert und mit klarer Haltung.

Inzwischen wurde das Thema auch journalistisch aufgegriffen. Eine aktuelle Berichterstattung finden Sie hier:
www.hzwei.info/inhalt/infrastruktur-kritik-mangelnder-verantwortlichkeit-bei-schliessung-von-gefoerderten-h2

Die vollständige Presseerklärung ist abrufbar unter:
www.initiative-h2-infrastruktur-deutschland.de/

Wenn Sie mögen, helfen Sie gerne mit, die Aufmerksamkeit weiter zu erhöhen - zum Beispiel durch das Teilen des Links oder einen kurzen Hinweis in Ihren Netzwerken. Jede Stimme trägt dazu bei, dass das Thema nicht leise verschwindet. Sollten Sie zudem Unterschriften in Papierform sammeln oder weitergeben wollen, finden Sie im Anhang einen entsprechenden Vordruck.

Für heute wünsche ich Ihnen und Ihren Familien weiterhin ein ruhiges Weihnachtsfest, erholsame Tage zwischen den Jahren und einen guten Start in ein hoffentlich konstruktives neues Jahr.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement!

Mit freundlichen Grüßen
Frank Stuckstedte
Initiator der Petition
„Stoppt den Rückbau der Wasserstofftankstellen - Erhalt der H2-Infrastruktur in Deutschland“





20.12.2025, 07:32

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat auf einen Antrag nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) schriftlich mitgeteilt, dass ihm keine Informationen zu Förderbescheiden, Zweckbindungsfristen, Förderhöhen oder Projektunterlagen der betroffenen Wasserstofftankstelle in Rheda-Wiedenbrück vorliegen.

Zur Begründung erklärt das Ministerium, nicht selbst Fördermittelgeber zu sein und auch keine Kenntnis darüber zu haben, welche informationspflichtige Stelle über die entsprechenden Unterlagen verfüge. Eine Weiterleitung der Anfrage erfolgte nicht; das Verfahren wurde eingestellt.
Damit ist festzustellen: Zentrale Informationen zu öffentlich geförderter Wasserstoffinfrastruktur sind für Bürgerinnen und Bürger derzeit nicht transparent zugänglich.

Gerade vor dem Hintergrund angekündigter Tankstellenschließungen wirft dies erhebliche Fragen zu Verantwortlichkeiten, Informationsflüssen und politischer Steuerung auf – und unterstreicht die Forderung der Petition nach Verlässlichkeit und Transparenz beim Umgang mit öffentlich geförderter Infrastruktur.

Die entscheidende Frage bleibt:
👉 Wer ist eigentlich verantwortlich – und wer ist der Ansprechpartner für die Öffentlichkeit?


Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

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