Kein Windpark im Kirchenwald

Petition richtet sich an
Kirchenvorstand der Gemeinde St. Johann Baptist Olef • Pfarrbüro Schleiden • Vorburg 5 • 53937 Schleiden

1.333 Unterschriften

47 %
848 von 1.800 für Quorum in Kreis Euskirchen Kreis Euskirchen

1.333 Unterschriften

47 %
848 von 1.800 für Quorum in Kreis Euskirchen Kreis Euskirchen
  1. Gestartet Dezember 2024
  2. Sammlung noch > 2 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

24.05.2025, 04:40

Nach der ersten Offenlage der geplanten Windvorranggebiete im Regierungsbezirk Köln hat es von Bürgern, aber auch von Städten und Gemeinden über 2.500 Einwendungen gegeben. Nach deren Bearbeitung sind Änderungen im Regionalplan Erneuerbare Energien zu erwarten; der Regionalrat beim Regierungsbezirk wird im Juni 2025 eine weitere Offenlegung beschließen, die voraussichtlich im Juli/August stattfindet. Eine endgültige Entscheidung ist nach der Auswertung erst gegen Jahresende zu erwarten. Bis dahin wird es auch für den Olefer Kirchenwald auf dem Wackerberg keine Verpachtung an Windkraft-Projektierer - in diesem Fall die e-Regio - geben, da die gesetzliche Grundlage fehlt. Die Petition gegenüber der Kirchengemeinde entfaltet also weiterhin ihre Wirksamkeit.


Neues Zeichnungsende: 30.12.2025
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.210 (807 in Kreis Euskirchen)



15.04.2025, 16:27

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Liebe Freunde,
am vergangenen Freitag fand die zweite Info-Veranstaltung unserer Initiative "Windpark Wackerberg" statt, dieses Mal im Bürgerhaus Golbach, da in der Mastertmühle in Kall-Anstois noch Handwerker mit Umbauarbeiten beschäftigt sind.
Vielen Dank an die rund 50 Teilnehmer fürs Kommen, ganz besonders an unsere beiden Referenten - Ralf Hoffmann aus Zülpich und Reinhold Nelles aus Bad Münstereifel. Beide dürfen sich schon seit einigen Jahren mit Windkraft-Projekten herumschlagen und haben entsprechende Erfahrung gesammelt. So konnten sie uns nicht nur über den Ablauf des Planungsverfahrens informieren, sondern auch über die politischen, wirtschaftlichen und juristischen Rahmenbedingungen, mit denen wir uns auseinandersetzen dürfen.

Auf Fragen wie -
• Kann man gegen Windkraft-Projekte klagen?
• Wie hoch ist das Kostenrisiko?
• Welche Erfolgschancen können wir uns ausrechnen?
haben wir fundierte Antworten erhalten, wenn auch nicht unbedingt besonders erfreuliche.

Das Protokoll unseres Treffens ist entsprechend umfangreich ausgefallen (s. Anlage).
Auf einer weiteren Seite habe ich die Veröffentlichung diverser deutscher Bistümer zum Kirchenwald zusammengestellt. Sie stehen in einem auffälligen Widerspruch zu den Absichten des Olefer Kirchenvorstands bzw. des Aachener Bischofs.
Die Adresse zum Download lautet: drive.google.com/file/d/1cOeiQDzt_zaNwm-_kK5PSq6BstvqWLmp/view?usp=drive_link

Wie Kirche von innen funktioniert - vor allem, wenn es um viel Geld geht - hat uns ein langjähriger Kirchenvorstand aus Bad Münstereifel am Freitag erklärt, auch das steht im Protokoll.

Eine echte Überraschung: Als "Ehrengast des Abends" tauchte der Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser plötzlich unter den Teilnehmern auf. Er hat niemanden begrüßt und kein Wort gesprochen. Ob ihm das wohl gefallen hat, was er in Golbach zu hören bekommen hat?
Während die Kirche schweigt, versucht Esser seit Monaten, in der Lokalpresse Stimmung zu machen gegen die Bürgerinitiative und für einen Windpark auf dem Wackerberg, der von seinem ehemaligen Arbeitgeber errichtet werden soll, dem Euskirchener Unternehmen e-regio.
Welch ein Zufall!

Wenn Jacques Berndorf nicht schon vor gut 25 Jahren einen Krimi über Windräder in der Eifel veröffentlicht hätte - spätestens jetzt wäre die Zeit dafür reif! Ein erstes Exposé zum möglichen Tatort, den üblichen Verdächtigen, sowie Auszüge aus den Vernehmungsprotokollen findet sich hier:
drive.google.com/file/d/1bRVh1ksu4ackWiyY9LyXlToOuROfSbtb/view?usp=drive_link

Inzwischen wissen wir -
• der Olefer Kirchenvorstand ist "ferngesteuert", wir müssen unseren Dialog mit der katholischen Kirche viel breiter aufstellen;
• die Kaller Politik kann zwar in die Windkraft-Planungen des Regionalrats nicht wirkungsvoll eingreifen, aber sie kann die Verpachtung des eigenen Gemeindewalds auf dem Wackerberg an Investoren ablehnen. 
Dafür muss es dann im nächsten Gemeinderat, der im September gewählt wird, eine Mehrheit geben.

Ein entsprechender Aktionsplan wird gerade aufgestellt und unmittelbar nach Ostern versandt. Neue Ideen sind jederzeit willkommen!

Beste Grüße,
Manfred Kanzler,





13.03.2025, 12:42

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Sorry, im beigefügten Zeitungsartikel war dasselbe Foto zweimal abgebildet.
Die korrigierte Fassung ist beigefügt.

Und das sind die Email-Adressen für Leserbriefe:

• Kölner Stadtanzeiger - leserforum@kstamedien.de
• Kölnische Rundschau - chefredaktion@kr-redaktion.de
• Lokalredaktion Euskirchen - redaktion.euskirchen@ksta-kr.de
• Lokalredaktion Gemünd - redaktion.gemuend@ksta-kr.de


13.03.2025, 07:38

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Liebe Freunde,
in dieser Woche konnten wir gleich zweimal eine Premiere feiern -
• im Dienstag die erste öffentliche Mahnwache zur Konferenz der deutschen Bischöfe im Kloster Steinfeld;
• heute der erste Bericht in der Lokalpresse (Kölner Stadtanzeiger und Kölnische Rundschau) über unsere Forderungen an die Kirche. Der Artikel liegt als PDF-Dokument diesem Schreiben bei.

Zunächst einmal aber einen herzlichen Dank an alle Mitstreiter, die sich vom kühlen und regnerischen Wetter nicht haben abhalten lassen. Es waren übrigens deutlich mehr, als auf dem Pressefoto hinter der Absperrung zu sehen sind.

Dass wir unsere Petition überreichen durften – wenn auch nicht an einen echten Bischof, sondern "nur" an die Generalsekretärin der Bischofskonferenz – darauf können wir uns wirklich etwas einbilden!
Betroffene von sexueller Gewalt in der katholischen Kirche hatten sich bereits einen Tag zuvor, also am Montag, in Steinfeld versammelt und zahlreiche grüne Blätter, aufgereiht an einer Leine, entlang der Klostermauer aufgehängt.
Deren Petition haben nach Angaben der Initiatoren bereits mehr als 90.000 Menschen unterschrieben (da müssen wir vor Neid erblassen). Darin wird die katholische Kirche dazu aufgefordert, auf die Einrede der Verjährung in Schmerzensgeldprozessen von Betroffenen zu verzichten. „Wir hätten die Liste gerne persönlich übergeben, aber man hat uns zu verstehen gegeben, dass es dazu kein Zeitfenster gibt."

Kein Wunder also, dass Frau Dr. Beate Gilles spürbar zusammenzuckte, als auch bei der Übergabe unserer Petition vom „Missbrauch 2.0 – die Versündigung an der Natur“ die Rede war. Dazu Gilles: „Ich halte einen solchen Vergleich für gefährlich.“
Irgendwie hat die Dame ja recht, es gibt da ein paar wesentliche Unterschiede:

• Der tausendfache Missbrauch an Kindern und Jugendliche durch katholische Geistliche ist bereits in der Vergangenheit geschehen (hoffentlich nicht mehr in der Gegenwart) und kann nicht mehr gutgemacht, sondern höchsten aufgearbeitet werden.

Die Zerstörung des Kirchenwald ist bisher erst "angedroht", aber noch nicht vollzogen worden. Es muss also gar nicht soweit kommen!

• Die sexuellen Übergriffe haben Einzeltäter verübt (wenn auch viel zu viele). Die Kirche hat sie nicht angeordnet, aber zu lange verschleiert und totgeschwiegen.
Wir gehen davon aus, dass für die Windpark-Rodungen nicht Pfarrer oder Bischof persönlich mit der Kettensäge durch den Wald streifen. Hier handelt es sich eindeutig um ein "Organisationsversagen".

• Da der Frevel an der Natur nicht unmittelbar durch Kirchenmitarbeiter vollzogen wird, sondern indirekt durch die Verpachtung des Kirchenwalds an Windrad-Projektierer, handelt es sich juristisch gesehen wohl eher um "Beihilfe". Schlimm genug!

Wir sollten daher in Zukunft nicht von einem "Vergleich" der Schandtaten sprechen, sondern von einer "Gegenüberstellung", bei der wir die Unterschiede herausarbeiten.

Aber wir dürfen auch ehrlich zu uns selbst sein:
Trotz der Gespräche mit Pfarrer und Olefer Kirchenvorstand, vieler Briefe, einer Informationskampagne und der Petition ist es uns offenbar nicht gelungen, die Kirche von einer Aktion zu überzeugen, die sie endlich einmal in ein positives Licht stellt und ihr ein kleines Stück verloren gegangener Glaubwürdigkeit zurückgeben kann. Dieser seltene Erfolg winkt ihr, wenn sie sich mit dem eigenen Kirchenwald schützend vor die Menschen und die Natur stellt und ihn in der Zukunft nach den Maßgaben von Greenpeace klimaresilient ausbaut.

Die FAZ berichtet heute, dass das Bischofstreffen im Kloster Steinfeld vor dem Hintergrund der schnell voranschreitenden Schrumpfung der Kirchen stattgefunden habe. Allein 2023 traten in Deutschland mehr als 400.000 Menschen aus der katholischen Kirche aus.
Und die Kirche tut alles, um das Desaster weiter zu beschleunigen...

Sollen wir nun enttäuscht aufgeben?
Nein, ganz im Gegenteil – schon aus einem Gefühl der Verantwortung heraus gegenüber den vielen engagierten ehrenamtlichen Kirchenmitgliedern, die von ihrer eigenen Institution im Stich gelassen werden. Neben dem Thema "Missbrauch" werden sie nun mit dem Vorwurf der Gier und der Natur-Zerstörung konfrontiert.
Haben sie das verdient?

---

P.S.
Im Zeitungsartikel hat sich auch Kalls umstrittener Bürgermeister und Windkraft-Fans Hermann-Joef Esser mit ein paar "fake news" zu Wort gemeldet, auf die an anderer Stelle eingegangen wird.
Er erwähnt dabei, der strittige Kirchenwald sei ein Geschenk des aus Olef stammenden Industriellen Inden an seine Heimatpfarrei. Juristisch gesehen handele es sich um einen Privatwald.
Stimmt, und solche Schenkungen an die Kirche wurden häufig an eine Erhaltungs-/Bewahrung-Verpflichtung geknüpft. Auch darüber sollte die Kirche einmal nachdenken.

---

Beste Grüße,
Manfred Kanzler, Initiative Windpark Wackerberg



09.03.2025, 06:26

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Liebe Freunde,
besser hätten Ort, Zeitpunkt und Themenschwerpunkt nicht gewählt werden können:
61 deutsche Bischöfe treffen sich morgen, am Montag, dem 10. März 2025, für drei Tage im Kloster Steinfeld, nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt vom Olefer Kirchenwald. Sie planen u.a. einen Studientag zur Wirkung der Sozial- und Umweltenzyklika „Laudato siʼ“ von Papst Franziskus, die vor zehn Jahren veröffentlicht wurde.

Als das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn vor etwa einem Jahr diese Daten veröffentlichte, haben die Veranstalter wohl nicht geahnt, welche außergewöhnliche Chance sich der katholischen Kirche damit eröffnen würde:
Sie kann - unter großen Interesse der Medien - vor Ort beweisen, dass sie den Erhalt der Schöpfung, den Schutz von Menschen und Natur, wirklich ernst nimmt. Es reicht eine einfache Erklärung:
"Wir wollen den Olefer Kirchenwald zu einem resilienten Schutzwald weiterentwickeln, die Biodiversität stärken und gleichzeitig die Gefahr zukünftiger Überflutungen verringern. Dafür verzichten wir gerne auf verlockende Pachtzahlungen von Windkraft-Betreibern."

Nach all den schlechten Nachrichten für die Kirche in den letzten Jahren bietet sich eine solche Chance nicht jeden Tag und an jedem Ort. Vielleicht war es also tatsächlich so etwas wie eine "Eingebung von oben".
Aber die katholische Kirche hat offensichtlich Probleme damit, unverhoffte Chancen überhaupt wahrzunehmen, geschweige denn umzusetzen.
Wir müssen ihr dabei helfen, und das in dreifacher Weise:

(1) Auf Grundlage einer aktuellen Greenpeace-Studie über die Wirkungen des Schutzwaldes in Mittelgebirgen haben wir konkrete Handlungsempfehlungen für den Kirchenvorstand zusammengestellt (s. Anlage):
So sollte in Zukunft die optimale Forstbewirtschaftung des Olefer Kirchenwald aussehen, um das Flutrisiko in der Region zu senken und gleichzeitig einen klimaresilienten Wald für zukünftige Generationen zu sichern.
Mit dem zuständigen Förster beim Regionalforstamt Hocheifel-Zülpicher Börde haben wir bereits Kontakt aufgenommen; er wird die Empfehlungen gerne zusammen mit dem Olefer Kirchenvorstand umsetzen.

(2) Die Petition "Kein Windpark im Kirchenwald" hat mittlerweile weit über 1.000 Unterstützer gefunden, mehr als eingetragene Kirchenmitglieder im "Pastoralen Raum".
Auf der Bischofskonferenz ist am Dienstag um 14:45 Uhr innerhalb des Kloster eine feierliche Übergabe an die Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz, Frau Dr. Beate Gilles, mit einer kleinen Zeremonie vorgesehen, zu der auch die Presse und einige Bischöfe eingeladen wurden.

(3) Gleichzeitig wollen wir mit einer Mahnwache auf die Chance der Kirche aufmerksam machen, aber auch auf die Folgen einer Zerstörung des Kirchenwalds durch ein Windpark-Projekt.

Zeit: Dienstag, der 11.3.2025, von 14:30 bis 16:00 Uhr
Ort: Kall-Steinfeld, vor dem Eingang zum Klostergelände

Es handelt sich dabei nicht um eine klassische Demonstration mit Lautsprecherwagen, Trillerpfeifen und gelben Warnwesten. Wir wollen auch nicht die Vollversammlung lahmlegen, wie es Ver.di zur Zeit auf einigen deutschen Flughäfen praktiziert.
"Klima-Kleber" sind im Übrigen von der Mahnwache ausgeschlossen.

Die Kleidung sollte warm (und regensicher) gewählt sein, eher dunkel als hell - schließlich geht es um eine mögliche Beerdigung des Waldes.
Abgestorbene große Äste als Symbolik haben wir bereits eingesammelt. Was bisher noch fehlt sind Kerzen oder Teelichter - und natürlich die passenden Transparente.

Wer er sich zeitlich einrichten kann, ist zur Mahnwache herzlich eingeladen - wir sehen uns am Dienstag!

Einen schönen Sonntag wünscht,
Manfred Kanzler, Initiative "Windpark Wackerberg"


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