15.12.2025, 12:21
"Ein Lächeln kostet nichts" / Erstes großes Interview mit Jürgen Augstein, WAZ, vom 5.12.2025 / Themen für Ihre erste Amtszeit / Begrenzung der Böllerei zum Jahreswechsel
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Leistner,
„ein Lächeln kostet nichts“, so werden Sie, sehr geehrter Herr Bürgermeister Leistner, in Ihrem ersten großen Interview, das Jürgen Augstein, WAZ, mit Ihnen führte, zitiert. Sicherlich liegen schon eine Menge Themen auf Ihrem Arbeitstisch,
die Sie in Angriff nehmen wollen. Allerdings – und dies sei mir gestattet – vermisse ich einen Punkt, der gerade in diesen Wochen vor dem Jahreswechsel viele Bürgerinnen und Bürger in großer Sorge umtreibt: Die völlig ausufernde Böllerei zum Jahreswechsel ab kurz nach Weihnachten bis in die ersten Januartage hinein. Wiederholt wurde und werde ich in diesen Tagen auf die am 5. Januar 2025 auf der Internetplattform "openPetition“ zur Begrenzung der Böllerei von Silvesterabend 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr in der Neujahrsnacht angesprochen. Dabei reicht die Palette der Ausführungen von panischen Reaktionen der eigenen Haustiere bis zur gravierenden gesundheitlichen Beeinträchtigung durch ohrenbetäubende Böller, Feinstaub und Müll!
Bereits gegen Ende Mai 2025 hatten mehr als 1200 Wittener Bürgerinnen und Bürger die online-Petition unterschrieben und damit das notwendige Quorum für Witten von 1200 Unterschriften erreicht.
Mehr als 1300 Bürgerinnen und Bürger setzen ihre Hoffnung auf den neu gewählten Wittener Stadtrat, dass möglichst bis zum 30. Juni 2026 eine rechtskonforme parteiübergreifende Lösung gefunden wird, damit – endlich – die Böllerei zum Jahreswechsel 2026/2027 zeitlich eng begrenzt wird von Silvesterabend 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr in der Neujahrsnacht.
Bitte, Herr Bürgermeister, senden Sie ein Zeichen der Hoffnung auf eine enge Begrenzung der Böllerei ab dem Jahreswechsel 2026 / 2027!
Zur Unterrichtung der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der online-Petition stelle ich diese e-mail auf der Internetseite der Petition bei "openPetition" ein.
Mit freundlichem Gruß
Wilfried Böckmann
14.12.2025, 10:21
Debatte über Böllerverbot
"142.000 illegale Böller sichergestellt – allein in Berlin
Deutschlands Böllerfans bewaffnen sich für Silvester. Die Polizeigewerkschaft fordert ein bundesweites Böllerverbot. Die Mehrheit der Bevölkerung unterstützt das.
14.12.2025, 12.37 Uhr / Nachricht "Der Spiegel" / Auszüge aus dem Artikel zur Debatte über ein Böllerverbot zum Jahreswechsel: (entnommen aus dem Internet)
Die Berliner Polizei hat seit Mitte des Jahres 141.990 illegale Feuerwerkskörper sichergestellt. Das teilte die Koordinierungsstelle Pyro des Berliner Landeskriminalamts (LKA) mit. Der allergrößte Teil – 107.000 Stück – sind Feuerwerkskörper der Klasse F4. Das ist klassisches Großfeuerwerk, das »zur Verwendung nur durch Personen mit Fachkenntnissen vorgesehen« ist. Dazu zählen Zylinder- und Kugelbomben, große Raketen und Batterien. 3800 weitere Feuerwerkskörper gehörten zu der Kategorie F3, für deren Gebrauch ebenfalls eine ausgewiesene Qualifikation verlangt wird. Unklar sei, wie viele der berüchtigten Kugelbomben beschlagnahmt worden seien. Diese würden in der Statistik nicht eigens erfasst.
Darüber hinaus habe man 400 Feuerwerkskörper sichergestellt, die noch nicht hätten klassifiziert werden können, weil sie selbst gebaut seien oder eine Einordnung auf den ersten Blick nicht möglich sei. Und 17.000 Stück Munition für Schreckschuss-, Gas- und Signalpistolen. Auch solche Schusswaffen wurden in den vergangenen Jahren immer wieder gegen Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Krankenhilfsdiensten eingesetzt.
Illegales Feuerwerk kommt über Polen oder Tschechien nach Deutschland"
"Polizeigewerkschaft fordert bundesweites Böllerverbot
Während bei Knallerfans die Vorfreude auf die Silvesterballerei steigt, wächst bei Hilfsdiensten und Polizei die Sorge. Nicht nur weil es durch die Böller jedes Jahr zahlreiche Verletzte und auch Tote gibt. Sondern weil immer öfter gezielt Rettungs- und Polizeiwagen damit angegriffen werden. Die Gewerkschaft der Polizei fordert daher ein Böllerverbot: Eine aktuelle Petition der Polizisten »Böllerverbot, jetzt!« wird bisher von 2,3 Millionen Menschen unterstützt."
Meldungen ZDF heute;
"Wie ist der Stand bei Petitionen für ein Böllerverbot?
Diverse Akteure engagieren sich seit langem für eine härtere Regulierung, unter anderem die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin. Deren Petition "Bundesweites Böllerverbot, jetzt!" haben auf der Online-Plattform innn.it mittlerweile über 2,3 Millionen Menschen unterschrieben. Die GdP Berlin spricht von "der größten Petition, die jemals in Deutschland gestartet wurde".
Darüber hinaus gibt es die Petition "#böllerciao", hinter der knapp 60 Organisationen, vorwiegend aus Umwelt- und Tierschutz sowie Ärztekammern, stehen. Unter Federführung der Deutschen Umwelthilfe hat sich das Bündnis bereits vor rund acht Jahren geformt und wächst seitdem stetig an".
"Wie reagiert die Politik auf die Petitionen?
Einige Bundesländer (unter anderem Berlin und Bremen) setzen sich schon länger für ein allgemeines Böller-Verbot ein. Zuständig ist Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Im Anschluss an die Innenministerkonferenz Anfang Dezember hieß es, dass sich Dobrindt offen dafür zeige, künftig größere Gebiete als Böllerverbotszonen auszuweisen. Ein pauschales Verbot lehne er aber weiter ab.
Eine Sprecherin teilt auf Anfrage mit, dass das Bundesinnenministerium derzeit mögliche Änderungen der Sprengstoffverordnung prüft. Mit einer Änderung der Regelung ist daher frühstens zum Jahreswechsel 2026/27 zu rechnen"
WDR-Nachrichten , Stand 13.12.2025, 09:04 Uhr
Böllerverbote 2025 in NRW: Städte setzen auf individuelle Regeln
Stand: 13.12.2025, 09:04 Uhr
"Mehrere NRW-Kommunen richten für Silvester erneut Böllerverbotszonen ein. Viele andere sehen dagegen kein Bedarf für ein Verbot."
Innenminister Reul will Städte enscheiden lassen
Die aktuelle Regelung für Böllerverbote im Sprengstoffgesetz lässt Auslegungsspielraum. Eindeutig gilt bislang ein Böllerverbot nur rund um Krankenhäuser, Kirchen, Altenheime und brandempfindliche Gebäude. Alles andere begründen die NRW-Kommunen meist mit einer Gefahrenlage für die öffentliche Sicherheit.
"Herbert Reul ...ist für diffenzierte Regeln vor Ort
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) würde den Städten gerne mehr rechtliche Möglichkeiten für Böllerverbote an die Hand geben: "Mir würde vorschweben, wir ändern die Sprengstoffverordnung und jede Stadt und jede Gemeinde hat die Chance zu entscheiden: Da gilt ein Verbot und da nicht. Dann kann man an bestimmten Stellen weiter Raketen zünden, die Leute können sich das anschauen."
Meldung t-online vom 14.12.2025:
"Landeskriminalamt ermittelt
Jugendliche werfen Böller auf Balkon – Wohnung brennt
Von
t-online
"Eine Frau ist mit ihren beiden Kindern zu Hause. Plötzlich explodiert ein Böller auf dem Balkon der Wohnung – und die Flammen greifen über.
In Berlin ist eine Wohnung nach einem Böllerwurf unbewohnbar. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, landete der Böller auf dem Balkon"
13.12.2025, 11:50
Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen fordern schnellstmöglich ein bundesweites Verkaufsverbot bezüglich "Böller mit reiner Knallwirkung"
CDU Innenexperte Gregor Golland spricht sich gegen diese Vorschriften aus
Sehr geehrter Herr Golland,
die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen haben am 10. Dezember 2025 einen Forderungskatalog veröffentlicht, in dem es u.a. heißt: „Böller mit reiner Knallwirkung sollen schnellstmöglich aus dem Verkauf verschwinden, weil sie ein hohes Verletzungsrisiko haben und der gesellschaftliche Nutzen in keinerlei Verhältnis zu den Gefahren steht“. Daher setze sich die Grünen Fraktion für ein bundesweites Verkaufsverbot für den Privatgebrauch ein.
In einem Artikel der WAZ vom 11. Dezember 2025 – „Grüne für Böllerverbot – CDU dagegen“ sprachen Sie sich gegen die Vorschrift aus. Sie wurden unter anderem zitiert mit den Worten: "Wir brauchen generell nicht mehr Verbote in Deutschland, sondern Vertrauen in die Anständigen“. Entscheidend sei eine klare Kante des Rechtsstaates. Wer mit Pyrotechnik angreift, muss sofort und spürbar die Folgen erleben. Schnelle Verfahren, harte Urteile, echte Abschreckung – dafür muss die Justiz sorgen. Dann wird Silvester wieder das, was es sein soll: ein fröhliches Fest.
Wie, so frage ich Sie in aller Höflichkeit, soll die von Ihnen geforderte echte Abschreckung nicht nur in der Neujahrsnacht, sondern ab dem Verkaufsstart nach den Weihnachtsfeiertagen und bis in die ersten Januartage hinein praktisch umgesetzt werden? Polizei und Ordnungsdienste dürften kaum in der Lage sein – selbst an kritischen Brennpunkten –die „klare Kante des Rechtsstaates“ durchzusetzen?
Ich habe am 5.1.2025 auf der Internetplattform“ openPetition“ eine Petition zur Begrenzung der Böllerei von Silvesterabend 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr in der Neujahrsnacht eingestellt. Mehr als 1300 Wittener Bürgerinnen und Bürger haben die an den Wittener Stadtrat gerichtete Petition unterschrieben. Die abgegebenen Kommentare spiegeln die Panik der Haustiere wie Hund oder Katze wieder. Ältere Menschen und Asthmakranke leiden unter der akuten Feinstaubbelastung; die Straßen in den Ballungsgebieten sind am Neujahrsmorgen vermüllt. Zudem hat die ausufernde Böllerei zum Jahreswechsel rein gar nichts mehr mit der Ursprungstradition zu tun.
Zur Information an die mehr als 1300 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der online-Petition vom 5. Januar 2025 stelle ich diese E-Mail an Sie auf der Seite der Petition bei openPetition ein.
Mit freundlichem Gruß
Wilfried Böckmann
12.12.2025, 12:04
Fraktion Bündnis90/Die Grünen fordern schnellstmöglich ein bundesweites Verkaufsverbot bezüglich "Böller mit reiner Knallwirkung"
Sehr geehrte Frau Cilic,
gemäß Pressemitteilung der WAZ vom 11. Dezember 2025 –"Grüne für Böllerverbot – CDU dagegen"– hat die Grünen-Fraktion im Düsseldorfer Landtag schnellstmöglich die Forderung nach einem bundesweiten Verkaufsverbot für Böller mit reiner Knallwirkung, festgelegt im Forderungskatalog der Fraktion; veröffentlicht. Wörtlich heißt es in dem Presseartikel:
“Die Forderung der Grünen im Landtag nach einem weitgehenden Böllerverbot sorgt für Widerspruch vom Koalitionspartner CDU. Die Grünen-Fraktion hatte am Mittwoch einen Forderungskatalog veröffentlicht, in dem es unter anderem heißt: „Böller mit reiner Knallwirkung sollen schnellstmöglich aus dem Verkauf verschwinden, weil sie ein hohes Verletzungsrisiko haben und der gesellschaftliche Nutzen in keinerlei Verhältnis zu den Gefahren steht.“
Daher setze sich die Grünen Fraktion für ein bundesweites Verkaufsverbot für den Privatgebrauch ein. “Harmlose Feuerwerksartikel“ sollten erlaubt bleiben, so die Grünen. Sie nannten konkret Knallerbsen, Tischfeuerwerk und Wunderkerzen.
Der Innenexperte der Christdemokraten, Gregor Golland, sprach sich gegen diese Vorschriften aus: „Das kennen wir aus anderen Debatten: Verbote schränken die Anständigen ein – die Täter lachen darüber und machen trotzdem weiter. Und wie wir sehen: Die Täter werden immer jünger, respektloser, hemmungsloser. Das dürfen wir nicht hinnehmen“. Der Abgeordnete ergänzte: „Wir brauchen generell nicht mehr Verbote in Deutschland, sondern Vertrauen in die Anständigen.“ Entscheidend sei eine klare Kante des Rechtsstaats.“ Wer mit Pyrotechnik angreift, muss sofort und spürbar die Folgen erleben. Schnelle Verfahren, harte Urteile, echte Abschreckung – dafür muss die Justiz sorgen. Dann wird Silvester wieder das, was es sein soll: ein fröhliches Fest.“
Soweit der Artikel in der WAZ vom 11. Dezember 2025. Ich begrüße außerordentlich die Initiative der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unter ihren Vorsitzenden Verena Schäfferr –Wittener MdL – und Wibke Brems.
Wie ich aus der Niederschrift des Haupt- und Finanzausschusses des Rates der Stadt Witten vom 8.12.2025, Top 3.2 entnommen habe, sieht die Verwaltung ein pauschales Böllerverbot im gesamten Stadtgebiet, wie Herr Gerhard Keller in seiner Stellungnahme an die Verwaltung gefordert hat, als weder rechtlich möglich, noch in der Praxis realistisch umsetzbar. Eine weitere Beratung in Bezug auf die online Petition vom 5. Januar 2025 zur Begrenzung der Böllerei zum Jahreswechsel von Silvesterabend 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr in der Neujahrsnacht ist, laut Niederschrift, nicht erfolgt.
Daher nun meine Fragen an die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Witten:
1.) Schließt sich die Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen der Forderung nach einem schnellstmöglichen Verkaufsverbot von Böllern mit reiner Knallwirkung an?
2.)Ist die Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen bereit, die Forderung nach einem Verkaufsverbot von Böller mit reiner Knallwirkung bei der Argumentation der Begrenzung der Böllerei zum Jahreswechsel mit zu berücksichtigen und an einer rechtskonformen Begrenzung der Böllerei im Zusammenwirken mit weiteren Fraktionen im Rat der Stadt Witten zu beraten, damit spätestens bis zum 30.6.2026 ein rechtskonformer Antrag an den Bürgermeister der Stadt Witten, Herrn Dirk Leistner, gestellt werden kann, um zu gewährleisten, dass tatsächlich zum Jahreswechsel 2026/2027 die aufgestellten Forderungen nach Begrenzung der Böllerei incl. Verkaufsverbot für Böller mit reiner Knallwirkung seitens der Verwaltung umgesetzt werden können?
Zur Information der mehr als 1300 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Begrenzung der Böllerei zum Jahreswechsel vom 5. Januar 2025 stelle ich diese E-Mail auf der Seite der Petition bei openPetition ein.
Mit freundlichem Gruß
Wilfried Böckmann
11.12.2025, 13:56
Sehr geehrte Frau Schäffer,
ich habe heute mit großer Freude in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) vom 11. Dezember 2025 folgenden Artikel gelesen: „Grüne für Böllerverbot – CDU dagegen“.
Ich möchte mich - sicherlich auch im Namen der mehr als 1300 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der online-Petition zur Begrenzung der Böllerei zum Jahreswechsel, ganz herzlich bei Ihnen und bei Frau Wibke Brems bedanken, dass Sie in Ihrem Forderungskatalog von Bündnis 90/Die Grünen - veröffentlicht am 10. Dezember 2025 - ein Böllerverbot fordern: Wörtlich „Böller mit reiner Knallwirkung sollen schnellstmöglich aus dem Verkauf verschwinden, weil sie ein hohes Verletzungsrisiko haben und der gesellschaftliche Nutzen in keinerlei Verhältnis zu den Gefahren steht“.
Ich bin nun wieder zuversichtlicher, dass es, auch und gerade mit Ihrer Hilfe und der Forderung zum Verbot von dem Verkauf von Böllern, es gelingen möge, dass auch in Witten zum Jahreswechsel 2026/2027 der Verkauf von Böllern mit reiner Knallwirkung verboten werden wird!
Nochmals herzlichen Dank und alles Gute für Ihren weiteren persönlichen und politischen Lebensweg!
Mit freundlichem Gruß
Wilfried Böckmann
11.12.2025, 11:28
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Düsseldorfer Landtag unter dem gemeinsamen Vorsitz von Verena Schäffer – Wittener MdL – und Wiebke Brems, forderten am 10.12.2025 in einem Forderungskatalog u.a..:“ Böller mit reiner Knallwirkung sollen schnellstmöglich aus dem Verkauf verschwinden, weil sie ein hohes Verletzungsrisiko haben und der gesellschaftliche Nutzen in keinerlei Verhältnis zu den Gefahren steht“.
Bravo an Verena Schäffer und Wiebke Brems für ihre klare Positionierung! Mensch und Tier werden es danken!
Der Innenexperte der CDU, Gregor Golland, sprach sich gegen diese Vorschriften aus: „Das kennen wir aus anderen Debatten: Verbote schränken die Anständigen ein – die Täter lachen darüber und machen trotzdem weiter. Und wir sehen: die Täter werden immer jünger, respektloser, hemmungsloser. Das dürfen wir nicht hinnehmen.“ Der Abgeordnete ergänzte: „wir brauchen generell nicht mehr Verbot in Deutschland, sondern Vertrauen in die Anständigen“. Entscheidend sei eine klare Kante des Rechtsstaates. „Der mit Pyrotechnik angreift, muss sofort und spürbar die Folgen erleben. Schnelle Verfahren, harte Urteile, echte Abschreckung – dafür muss die Justiz sorgen. Dann wird Silvester wieder das was sein soll: ein fröhliches Fest.“
Zum derzeitigen Zeitpunkt liegt mir keine Information vor, ob sich der neu gewählte und konstituierte Haupt- und Finanzausschuss in seiner ersten Sitzung am 8. Dezember 2025 mit der online-Petition: "An den Rat der Stadt Witten: Enge zeitliche Begrenzung der Böllerei zum Jahreswechsel von Silvesterabend 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr in der Neujahrsnacht“ beschäftigt hat.
Wilfried Böckmann
06.12.2025, 09:06
"Ein Lächeln kostet nichts" / Erstes großes Interview mit Jürgen Augstein, WAZ, vom 5.12.2025 / Themen für Ihre erste Amtszeit / Begrenzung der Böllerei zum Jahreswechsel
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Leistner,
„ein Lächeln kostet nichts“, so werden Sie, sehr geehrter Herr Bürgermeister Leistner, in Ihrem ersten großen Interview, das Jürgen Augstein, WAZ, mit Ihnen führte, zitiert. Sicherlich liegen schon eine Menge Themen auf Ihrem Arbeitstisch, die Sie in Angriff nehmen wollen. Allerdings – und dies sei mir gestattet – vermisse ich einen Punkt, der gerade in diesen Wochen vor dem Jahreswechsel viele Bürgerinnen und Bürger in großer Sorge umtreibt: Die völlig ausufernde Böllerei zum Jahreswechsel ab kurz nach Weihnachten bis in die ersten Januartage hinein.
Wiederholt wurde und werde ich in diesen Tagen auf die am 5. Januar 2025 auf der Internetplattform "openPetition“ eingestellte Petition zur Begrenzung der Böllerei von Silvesterabend 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr in der Neujahrsnacht angesprochen. Dabei reicht die Palette der Ausführungen von panischen Reaktionen der eigenen Haustiere bis zur gravierenden gesundheitlichen Beeinträchtigung durch ohrenbetäubende Böller, Feinstaub und Müll!
Bereits gegen Ende Mai 2025 hatten mehr als 1200 Wittener Bürgerinnen und Bürger die online-Petition unterschrieben und damit das notwendige Quorum für Witten von 1200 Unterschriften erreicht.
Mehr als 1300 Bürgerinnen und Bürger setzen ihre Hoffnung auf den neu gewählten Wittener Stadtrat, dass möglichst bis zum 30. Juni 2026 eine rechtskonforme parteiübergreifende Lösung gefunden wird, damit – endlich – die Böllerei zum Jahreswechsel 2026/2027 zeitlich eng begrenzt wird von Silvesterabend 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr in der Neujahrsnacht.
Bitte, Herr Bürgermeister, senden Sie ein Zeichen der Hoffnung auf eine enge Begrenzung der Böllerei ab dem Jahreswechsel 2026 / 2027!
Zur Unterrichtung der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der online-Petition stelle ich diese e-mail auf der Internetseite der Petition bei "openPetition" ein.
Mit freundlichem Gruß
Wilfried Böckmann
05.12.2025, 11:16
"Zum Jahreswechsel 2026/2027 dürfen Privatleute in den Niederlanden keine Feuerwerkskörper mehr abbrennen. Anlass für das Verbot ist die zunehmende Gewalt zu Silvester.
Die Erste Kammer des Parlaments in den Niederlanden hat mit großer Mehrheit ein Böllerverbot beschlossen. Das Verbot gilt ab dem Jahreswechsel 2026/2027. Privatleute dürfen von diesem Zeitpunkt an keine Feuerwerkskörper mehr abbrennen. Zuvor hatte bereits die Zweite Kammer zugestimmt.
Nach Angaben der Regierung ist es aus Verwaltungsgründen nicht möglich, das Verbot bereits in diesem Jahr umzusetzen. Anlass für das Verbot ist die zunehmende Gewalt an Silvester in den vergangenen Jahren. Regelmäßig wurden zum Jahreswechsel Polizisten, Feuerwehrleute und Hilfskräfte mit Feuerwerkskörpern angegriffen. An manchen Orten wurden zudem bewusst Brände gelegt.
In mehreren europäischen Ländern ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern bereits stark reglementiert oder sogar verboten. Auch in Deutschland wird über ein Böllerverbot diskutiert. So fordern etwa die Gewerkschaft der Polizei, Tier- und Umweltschützer ein Verbot. Zuletzt aber hatten sich die Innenminister von Bund und Ländern im Juni nicht auf größere Möglichkeiten für Böllerverbote einigen können.
Fünf Menschen sind in Deutschland in der Silvesternacht durch Böller getötet worden
Zuletzt hatten die Grünen ein Böllerverbot in ihr Parteiprogramm aufgenommen. Auf dem Bundesparteitag vor der Bundestagswahl wurde ein entsprechender Antrag eines Mitglieds mit klarer Mehrheit angenommen. Gefordert wird darin "ein ganzjähriges und bundesweites Feuerwerksverkaufsverbot". Zudem solle es "mehr Spielräume für die Länder bei Verbots- und Erlaubniszonen" sowie "ein stärkeres Vorgehen gegen den Einsatz von illegalem Sprengstoff" geben".
(Meldungen entnommen aus der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 1. Juli 2025)
Wäre die niederländische Entscheidung für ein privates Böllerverbot ( Ausnahmen ggfls. möglich) eine "Blaupause" für Deutschland ab dem Jahreswechsel 2027/2028, Mensch und Tier zuliebe?
04.12.2025, 12:23
Bitte um Unterstützung des Petitionsbegehrens zur Begrenzung der Böllerei zum Jahreswechsel von Silvesterabend 18 Uhr bis 2 Uhr in der Neujahrsnacht
Sehr geehrte Frau Schäffer,
wie ich aus der Tagespresse vom 3. Dezember 2025 entnommen habe, haben Se sich – mit weiteren Parteimitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen - bei einem Waldspaziergang von Johannes Kemper, Wittener Förster des Regionalverbandes Ruhr (RVR) über den Zustand des Waldes Ihrer Heimatstadt nach der Borkenkäferplage von 2018, bei der 9 % der gesamten Wittener Waldfläche zerstört wurde, informiert. Möglicherweise haben Sie – über Ihre Parteimitglieder – bei dieser Gelegenheit auch Kenntnis über die auf der Internetplattform openPetition am 5. Januar 2025 eingestellter online- Petition zur Begrenzung der Böllerei zum Jahreswechsel von Silvester 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr in der Neujahrsnacht Kenntnis erhalten. Bedauerlicherweise wurde in den Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses des Rates der Stadt Witten vom 16.6.2025 sowie vom 26.8.2025 das Petitionsbegehren abgewiesen. Gleichwohl haben sich Ratsmitglieder von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Witten in der Sitzung des HFA vom 26.8.2025 dahingehend geäußert, das Petitionsbegehren auch im neu gewählten Stadtrat wieder aufzugreifen.
Können die mehr als 1300 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der online-Petition auf Ihre Unterstützung des Petitionsbegehrens hoffen, den Menschen sowie den Tieren zuliebe? Es bedarf einer rechtskonformen Antragstellung zur Begrenzung der Böllerei zum Jahreswechsel, damit der neu gewählte Bürgermeister Dirk Leistner einen möglichst bis zum 30. Juni 2026 parteiübergreifenden Antrag unterschreiben kann, damit zum Jahreswechsel 2026/2027, beispielsweise im Wege einer kommunalen Allgemeinverfügung, die Begrenzung der Böllerei zum Jahreswechsel in Kraft treten kann.
Ich stelle diese E-Mail an Sie auf der Internetplattform openPetition - bezogen auf die Petition - ein, damit die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der online-Petition entsprechend unterrichtet werden.
Mit freundlichem Gruß
Wilfried Böckmann
30.11.2025, 09:22
Frage von Wilfried B. • 17.10.2025
Sind Sie für eine Begrenzung der Böllerei / dem Abbrennen von Feuerwerk zum Jahreswechsel von Silvester 18 Uhr bis 2 Uhr in der Neujahrsnacht?
Sehr geehrte Frau Schäffer,
ich habe am 5. Januar 2025 auf der Internetplattform "openPetition" eine Petition an den Rat der Stadt Witten eingereicht: "Rat der Stadt Witten: Enge zeitliche Begrenzung der Böllerei zum Jahreswechsel". Bereits am 20. Mai 2025 wurde das notwendige Quorum von 1200 Unterschriften Wittener Bürgerinnen und Bürger erreicht. Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Witten hat sowohl in seiner Sitzung vom 16.06. 2025, als auch in der Sitzung vom 26.08. 2025 das Petitionsbegehren abschlägig beschieden. Gemäß §23 Abs.2.1. SprengV dürfen pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F2 vom 31. 12. 0 Uhr bis zum 01.01. 24 Uhr von Privatpersonen verwendet werden. Nach meiner Kenntnis kann jedoch das Land NRW die Kommunen ermächtigen, den Abbrennzeitraum zu begrenzen, also beispielsweise von Silvester 18 Uhr bis 2 Uhr in der Neujahrsnacht. Wären Sie bereit, sich bei der NRW-Landesregierung dafür einzusetzen, dass die Stadt Witten die Begrenzung der Böllerei erlassen kann?
Portrait von Verena Schäffer
Antwort ausstehend von Verena Schäffer
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Nordrhein-Westfalen
Feuerwerk
Böllerverbot